home

N° 1282
03. - 09.12.2022

nächste Aktualisierung
am 10.12.2022



Responsive image

Heart Of Hearts

Rick Margitza

Palmetto/SMD 7 53957 20582 9
(61 Min., 11/1999) 1 CD

Bei Quartettalben von Tenoristen kann ich kaum umhin, an das klassische Coltrane-Quartett zu denken. Aber Margitza stößt uns ja geradezu mit der Nase auf den Schutzheiligen seines Instruments: "Father John" nennt er einen an den Sound und den Kompositionsstil Coltranes angelehnten Titel, und nachdem Joey Calderazzo den McCoy Tyner gegeben hat, serviert Margitza in unbeirrter Naivität einen Chorus nach dem anderen - als könnte er Coltrane auf massentauglich trimmen, indem er dessen verzehrendes geistiges Feuer auf ein zahmes Duftlämpchen reduziert.
Bekanntlich war auch Coltrane kein Mann epigrammatischer Kürze, aber er hatte in aller Regel eine Menge mitzuteilen. Bei Margitza verhält es sich eher umgekehrt: "Schrecklich viele Töne, Herr Mozart ... pardon: Margitza", aber wenig dahinter. Der Mann hat ein Problem: Es ist wie in Woody Allens scheinbar ernstem "Innenleben", wo die Tochter des Hauses darüber klagt, sie wolle sich unbedingt literarisch äußern, wisse aber leider nichts zu sagen.
Ich spreche auch Margitza ein Ausdrucksbedürfnis nicht ab, auch das nötige Handwerk und einen angenehmen Ton hat er sich zugelegt, und die Rhythmusgruppe ist sowieso ohne Fehl. Nur leider wurde mir gerade bei längerem Hören nicht plausibel, weshalb Margitza um jeden Preis Jazzer werden musste.

Mátyás Kiss, 19.10.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Wohl kaum ein Künstler hat so viel für die Entwicklung und Erneuerung des argentinischen Tangos getan wie der argentinische Komponist und Bandoneon-Virtuose Astor Piazzolla. 2021 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert, aus diesem Anlass spielte der junge dänische Akkordeonist Bjarke Mogensen in jenem Jahr ein Album mit den wichtigsten Werken des Tango-Nuevo-Königs ein. Als musikalische Partner für dieses Projekt wählte er seinen Landsmann Mathias Heise, der zu den führenden […] mehr


Abo

Top