Responsive image

Dreaming

Greetje Kauffeld

Mons Records/Sunnymoon MR 874-323
(58 Min., 12/1999) 1 CD

Ich wollte schon immer erfahren - so könnte ich ein wenig süffisant einleiten - welche Standards das Wort "dream" im Titel führen. In der Tat hatte Greetje Kauffeld für ihre romantische Exkursion die oft bemühten "Stunden zwischen Tag und Traum" im Visier - mit einer leichten Abweichung gegenüber herkömmlichen Balladenplatten: Kein laszives Saxofon schmachtet, sondern die kultivierte Posaune von Jiggs Whigham kommt ausgiebig zum solistischen Zuge. Vielleicht eine Arrangement-Idee von Jerry van Rooyen?
Jedenfalls lenkt sie geschickt davon ab, dass Greetje Kauffeld nicht unbedingt eine ideale Jazz-Interpretin ist. Zwar bringt sie für Broadway-Melodien mit ihrem bühnenwirksamen, vorbildlich den Text vermittelnden Ansatz die besten Voraussetzungen mit, aber genau dieser ist bei all ihrer hier keineswegs in Zweifel gezogenen Professionalität eben noch nicht ausreichend, um ihren Musical-Tonfall mit echtem Jazz-Feeling zu durchtränken. Zu dumm aber auch - erfreut doch gerade die Rhythmusgruppe um Frank Chastenier mit angenehm genretypischen Tönen.

Mátyás Kiss, 27.04.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ein paar vorgegebene Noten, aber auch viel frei Improvisiertes – fast wie im Jazz. Beschrieb Nils Mönkemeyer seinen neuen diskografischen Ausflug nach Italien jüngst im Radio. Und ja, wer sich etwa erinnert, was Patricia Kopatchinskaja dem Konzerte wie am Fließband produzierenden Antonio Vivaldi unlängst auf der Geige andichtete – zugeben deutlich radikaler, als Mönkemeyer hier vorgeht – fühlt sich darin bestätigt. Es gibt Spielraum. Nun ist Mönkemeyer Bratscher, begegnet also […] mehr »


Top