Responsive image

Mélos

Paolo Fresu Quintett

RCA/BMG 7 43217 82892 9
(53 Min., 5/2000) 1 CD

Gerade, weil er nie den Dämpfer aus der Trompete nimmt, grenzt Paolo Fresus selbstverleugnende Mimikry bisweilen ans Lächerliche: Die Brüchigkeit des Tons von Miles Davis dominiert sein Spiel so sehr, dass jeder eigenständige Ansatz im Keim erstickt wird. Dabei ist Fresus Quintett mit dem außerhalb Italiens noch nicht aufgefallenen Tino Tracanna am Tenorsaxofon und einer vorzüglichen, mit bei uns ebenfalls unbekannten Namen besetzten Rhythmusgruppe gewiss kein Missgriff. Und auch das aus Eigenem und Fremdem montierte Balladenprogramm ist abwechslungsreich und kurzweilig. Doch leider bleibt Fresu als Leader und Hauptsolist auch bei wechselnder Beleuchtung stets im Schatten seines übermächtigen Idols. Schade!

Mátyás Kiss, 25.01.2001



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ein paar vorgegebene Noten, aber auch viel frei Improvisiertes – fast wie im Jazz. Beschrieb Nils Mönkemeyer seinen neuen diskografischen Ausflug nach Italien jüngst im Radio. Und ja, wer sich etwa erinnert, was Patricia Kopatchinskaja dem Konzerte wie am Fließband produzierenden Antonio Vivaldi unlängst auf der Geige andichtete – zugeben deutlich radikaler, als Mönkemeyer hier vorgeht – fühlt sich darin bestätigt. Es gibt Spielraum. Nun ist Mönkemeyer Bratscher, begegnet also […] mehr »


Top