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N° 1236
15. - 21.01.2022

nächste Aktualisierung
am 22.01.2022



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Mélos

Paolo Fresu Quintett

RCA/BMG 7 43217 82892 9
(53 Min., 5/2000) 1 CD

Gerade, weil er nie den Dämpfer aus der Trompete nimmt, grenzt Paolo Fresus selbstverleugnende Mimikry bisweilen ans Lächerliche: Die Brüchigkeit des Tons von Miles Davis dominiert sein Spiel so sehr, dass jeder eigenständige Ansatz im Keim erstickt wird. Dabei ist Fresus Quintett mit dem außerhalb Italiens noch nicht aufgefallenen Tino Tracanna am Tenorsaxofon und einer vorzüglichen, mit bei uns ebenfalls unbekannten Namen besetzten Rhythmusgruppe gewiss kein Missgriff. Und auch das aus Eigenem und Fremdem montierte Balladenprogramm ist abwechslungsreich und kurzweilig. Doch leider bleibt Fresu als Leader und Hauptsolist auch bei wechselnder Beleuchtung stets im Schatten seines übermächtigen Idols. Schade!

Mátyás Kiss, 25.01.2001



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