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So Goes Love

Charles Brown

Verve/Universal Jazz 539 967-2
(56 Min., 4/1996) 1 CD

Charles Brown unter die Blues-Sänger einzureihen, wäre zwar verzeihlich, griffe aber zu kurz: Er gehört zu der so gut wie ausgestorbenen Spezies jener musikalisch versierten schwarzen Entertainer, von denen Fats Waller nur der berühmteste war. Und in diesem nächtlichen, bisweilen durchaus mondänen Genre ist der Blues neben der zum langsamen Paartanz einladenden Ballade die wichtigste Farbe auf der musikalischen Palette. Auch die Übergänge zum Bläsersatz-bewehrten Jazz waren vor fünfzig Jahren, als Brown mit seiner einschmeichelnden Stimme seine frühen Erfolge feierte, fließend. Jene Ära beschwören die zwölf Titel seiner neuen CD mit authentischem Sound und Feeling herauf. Die Pianosoli von Brown und die Beiträge seiner langjährigen Wegbegleiter Clifford Solomon (Tenorsaxofon) und Danny Caron (Gitarre) haben wesentlichen Anteil am Gelingen dieser nostalgischen Beschwörung gefühlvollerer Zeiten.

Mátyás Kiss, 30.04.1998



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