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34th N Lex

Randy Brecker

ESC/EFA 03684-2
(57 Min., 5/2002, 9/2002) 1 CD

Die Brecker Brothers sind nach wie vor Legende, wenn es um knackige Fusion-Beats und grell blitzende Virtuosität geht. Auf zehn der elf Titel von Randy Breckers neuem Album 34th N Lex ist Bruder Michael präsent; ein Schelm also, wer dabei an die Brothers denkt. Knackige und deftig funkige Beats der guten alten Fusion-Tradition werden hier wirkungsvoll mit diskretem Drum Programming verjüngend gestrafft, und wieder blitzt und wetterleuchtet es bläserisch virtuos. Doch es ist nicht so sehr der Lead-Trompeter, der für diese Lightshow verantwortlich ist, auch nicht sein jüngerer Bruder, vielmehr sind es die bis zu fünfstimmigen Bläsersätze, denen Randy Brecker diese Effekte entlockt. Wenn die anderen die Power liefern, kann er auch mal zeigen, dass er durchaus lyrischerer Töne wärmeren Lichts fähig ist. Auch Michaels Tenorsaxofon erklingt eher ungewöhnlich expressiv; die Rolle der fetzenden Bläsersolisten kommt vor allem David Sanborn am Altsaxofon und Ronnie Cuber am Baritoninstrument zu; wobei Cuber es vom ersten Ton an schafft, jeglichen Zweifel, ob Baritonsax und Funk sich denn vertragen können, in weite Fernen zu verblasen. Auf drei Titeln wird der Funk so richtig erdig, dann, wenn Posaunist Fred Wesley als Gast ins Mauern beben machende Horn stößt. Das Programm rundet sich mit einer ohrwurmartigen Vokal-Nummer, der J Phoenix elektrisierende Sinnlichkeit verleiht. Gekonnt ist gekonnt und hübsch ist hübsch: welcome back Brecker Brothers.

Thomas Fitterling, 12.04.2003



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