home

N° 1223
16. - 22.10.2021

nächste Aktualisierung
am 23.10.2021



Responsive image

Still Here

Sofia Pettersson

Ajabu 003/MConnexion
(40 Min.) 1 CD

Die schwedische Sängerin Sofia Pettersson musste Schlimmes durchmachen: Ihr Lebensgefährte gehörte Weihnachten 2004 zu den Opfern der Tsunami-Welle. So steht es im Booklet der CD "Still Here", die dem Verstorbenen gewidmet ist. Man schreckt zunächst ein wenig zurück. Ist das nicht zu intim, zu persönlich, wie da jemand mit zehn selbst geschriebenen Songs versucht, über den Tod eines Geliebten hinwegzukommen?
Aber keine Sorge: Pettersson, die stimmlich und kompositorisch an Rickie Lee Jones und Joni Mitchell erinnert, spendet in erster Linie Trost und Mut. Mal begleitet von einem Pianotrio, mal von Streichern, Walzerakkordeon, schrummeliger Jazzgitarre oder Trauerweiden-Trompete singt sie berührend klug von Verlust, Erlösungssehnsucht und Hoffnung auf einen Neuanfang. So düster auch der Hintergrund sein mag - ihre Lieder sind allesamt leichtfüßig und gehen angenehm in die Gehörgänge.
Insofern ist Pettersson eine typische Vertreterin des skandinavischen Jazz-Pops der Gegenwart. Kein Grund zum Traurigsein: Silje Nergaard und Viktoria Tolstoy haben Konkurrenz mit Tiefgang bekommen.

Josef Engels, 28.07.2006



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Der Beginn ist bekanntlich eine sehr delikate Phase. Womit also fängt man an, als junges Klaviertrio, die ersten Schritte machend auf dem diskografischen Karriereweg? Das Silver Trio hat für sein Album-Debüt Beethoven, Rachmaninow und Bernstein ausgewählt. Eine durchaus merkwürdige Kombination, nicht weil man Musik verschiedener Epochen nicht auf einer CD vereinen dürfe – ganz im Gegenteil, so machen es viele Ensembles teils mit großem Erfolg. Da einem aber irgendwie keine Verbindung […] mehr


Abo

Top