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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Die Wagner-Gemeinde jubelte, als der Knappertsbusch-Ring von 1956, hier nun ganz legal im Rahmen der offiziellen Bayreuth-Edition mit gutem Einführungstext neu herausgegeben, Ende der 90er Jahre erstmals auf CD erschien: Kein Wunder, vereint er doch einige der großartigsten künstlerischen Leistungen des Nachkriegs-Bayreuth und gerät auf dieser Basis zu einer durchaus repräsentativen Wiedergabe des monumentalen Opernzyklus. Allen voran ist der 40-jährige Wolfgang Windgassen zu nennen, der bei seiner souveränen Bewältigung der beiden Siegfriede die darstellerisch-interpretatorischen Anforderungen in eine stimmlich über weite Strecken berückend schöne Wiedergabe einzubinden versteht; er übernahm für den erkrankten Ramón Vinay auch noch kurzfristig die Partie des Siegmund. Zu nennen sind weiterhin u. a. die einzigartige Astrid Varnay als furiose Brünnhilde, Gustav Neidlinger als überaus prägnanter Alberich, Paul Kuen als agiler Mime, Josef Greindl als Fasolt, Hagen und Hunding - Urgestein des Wagnergesangs eben, vielfach bis heute unübertroffen und zu Höchstleistungen gebracht vom immer probenfaulen, in den Aufführungen aber höchst kreativen Hans Knappertsbusch, der mit einer so brillanten Besetzung aufs Vortrefflichste zu zaubern verstand. Nicht einstimmen kann der Rezensent allerdings in das häufig schier grenzenlose Lob für Hans Hotter als Wotan/Wanderer: Mag seine Erscheinung noch so imposant, seine Stimme noch so übermenschlich machtvoll gewesen sein - auf den CDs hört man eben jene mulmig-schwerfällige, wenig textfreundliche und überhaupt nicht erotische Stimmgebung, die auch die meisten seiner anderen Einspielungen versauert. Hotter muss man wahrscheinlich live gesehen haben, um ihn wirklich schätzen zu können; im CD-Vergleich jedoch hat er selbst gegen John Tomlinson (so sehr dieser auch gelegentlich mit Höhenproblemen zu kämpfen hat) in der ansonsten freilich überhaupt nicht konkurrenzfähigen Barenboim-Einspielung (Warner) wenig Chancen: Die kernige, metallische Präsenz des Engländers fehlt Hans Hotter vollständig - mögen auch die Wagnerianer Zeter und Mordio schreien.

Michael Wersin, 14.01.2006



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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