Responsive image
Giuseppe Verdi

La Traviata

Eteri Gvazava, José Cura, Rolando Panerai u.a., Orchester des RAI Mailand, Zubin Mehta

Teldec/Warner Classics 8573-82741-2
(117 Min., 6/2000) 2 CDs

Die Inszenierung von klassischer Musik als "Event" für ein breiteres Publikum geht weiter: Acht Jahre nach der "Tosca" aus Rom wurde Anfang Juni Verdis "Traviata" in Paris an historischen Schauplätzen, die der Autor des zugrundeliegenden Bühnenstücks "Die Kameliendame", beabsichtigt haben könnte, inszeniert und in 125 Länder übertragen. Der Soundtrack dieses Opernfilms ist diese Doppel-CD; einige Fotos im Beiheft vermitteln einen kleinen Eindruck von der Inszenierung.
Die Entdeckung dieser Einspielung ist die Sibirierin Eteri Gvazava. Sie macht die Rolle der aufopfernden, zerbrechlichen Violetta zu ihrer eigenen und lässt den Hörer Freud und vor allem Leid plastisch und beeindruckend miterleben. José Cura als Alfredo gibt seiner Rolle ein draufgängerisches Gepräge, was sich gelegentlich in stimmlicher Grobheit niederschlägt. Blass und mit Intonationsschwächen enttäuscht Rolando Panerei als Germont. Der Hörer muss mit mehreren Kürzungen vorlieb nehmen und sich die deutsche Inhaltsangabe und das Libretto aus dem Internet herunterladen, bekommt dafür aber die Handlung unterstützende Geräusche zu hören und z.B. im Finale des zweiten Aktes vor dem "Chor der Matadori und Piccadori" eine Art Flamenco-Darbietung.

Peter Overbeck, 31.08.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Wo kam das auf einmal her? Fragte man sich, als im November vergangenen Jahres dieser Schubert-Zyklus mit Nikolaus Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe aus den ORF-Archiven wie von Zauberhand wiederauftauchte. Harnoncourt war mit dem Kammerorchester eng verbunden, die Schubert-Sinfonien hatte er beim von ihm gegründeten Styriarte-Festival in Graz 1988 wellenschlagend dargeboten. Nun ist der Live-Mitschnitt auf 4 CDs erhältlich. Sowohl der Dirigent als auch das Orchester beweisen […] mehr »


Top