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Ottomania

Kudsi Erguner

ACT/Edel Contraire 9006-2
(52 Min.) 1 CD

Als “Sufi-Jazz” tituliert die Plattenfirma diese anspruchsvolle Begegnung traditioneller türkischer Musiker mit französischen und deutschen Jazzern (Michel Godard, Yves Rousseau, Bruno Caillat, Christof Lauer, Mark Nauseef). Der für seine Ideen renommierte Toningenieur Walter Quintus hat die mit “Ottomania” treffend beschriebene Produktion zu einem wahren Schmuckstück veredelt!
Auf der Basis modaler Skalen und Improvisationen verschmelzen hier Tradition und Moderne, Orient und Okzident. Kaum ein Weltmusik-Katalog wäre komplett ohne türkische Sufi-Musik unter Mitwirkung des Ney-Spielers Kudsi Erguner. Trotzdem kommt diese kompromisslos geglückte Produktion des siebenundvierzigjährigen Flötisten einigermaßen überraschend. Auf sechs ausgedehnteren Titeln dürfen ungestört Stimmungen entstehen, was wiederum der Entfaltung von Spiritualität Raum lässt. Diese innere Ruhe - die zu äußerer Lebendigkeit keinen Gegensatz bildet - schafft besonders dem Saxofonisten Christof Lauer ein überzeugenderes Umfeld als seine eigene “Fragile Network”. Rabih Abou-Khalil sollte ihn auch einmal engagieren.

Mátyás Kiss, 28.02.1999



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