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Plays Debussy

Jacques Loussier-Trio

Telarc/In-Akustik 0 89408 35112 9
(52 Min., 6/2000) 1 CD

Sehr hübsch, diese Aufnahme: In keinem Moment missbraucht oder banalisiert Loussier den Monsieur Croche - er begegnet seinem älteren Landsmann, den er als Seelenverwandten betrachtet, mit gebührender Hochachtung. Nicht nur die Geschichte der Zeitgenössischen Musik, auch die des Klavierjazz wäre ohne Debussys zart getupften Impressionismus undenkbar. Dessen Initialzündung, das Orchesterstück "Prélude à l'après-midi d'un faune", erscheint hier in einer Reduktion für drei Instrumente; dagegen musste "Syrinx" - im Original für Soloflöte - aufgespreizt werden.
Die anderen Titel sind auch bei Debussy Klavierstücke: Loussier brauchte nur einzelne Elemente herauszulösen, um seinen Begleitern zwischendurch dezent swingenden Auslauf zu gewähren. Aber weil alles so artig bleibt wie ein Modern Jazz Quartet ohne Milt Jackson, frage ich mich, wozu das Ganze gut sein soll: Loussier fügt der Musik Debussys nichts Erwähnenswertes hinzu, gewinnt ihr noch nicht einmal einen privaten Aspekt ab. Da bleibe ich doch lieber bei Michelangeli.

Mátyás Kiss, 26.10.2000



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