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Everybody Wants To Go To Heaven

New York Jazz Collective

Naxos Jazz 86073-2
(65 Min., 9/2000) 1 CD

Unser Glaube an die Segnungen des Kollektivs hat in den letzten Jahren doch erheblich nachgelassen. Ein New Yorker Jazz-Kollektiv wäre demnach mit gehöriger Vorsicht zu genießen. Und tatsächlich erinnert das Projekt unter der diskreten Leitung des Pianisten Mike Nock (der fast alle Kompositionen beisteuerte) mehr an eines der zwiespältigen All-Stars-Vehikel der großen Labels als an eine eingespielte Band. Das Sextett hatte zwar Gelegenheit zum Proben, aber es schien sich dabei nicht so recht zwischen Neo-Bop und der Stil-Beliebigkeit der Postmoderne entscheiden zu können.
Es gibt zum Beispiel ausgeschriebene Arrangements für die drei Bläser Marty Ehrlich (Holzblasinstrumente), Ray Anderson (Posaune) und James Zollar (Trompete und Flügelhorn) - aber sie werden längst nicht so sauber realisiert, wie wir das etwa von Art Blakey's Jazz Messengers gewohnt sind. Außerdem poltern und stolpern Mike Formanek (Bass) und Pheeroan ak Laff (Schlagzeug) im Hintergrund weit mehr, als dass sie swingten. Fazit: Trotz großartiger Solisten - James Zollar ist eine echte Entdeckung! - und hörenswerter Stücke sollten sich Mike Nock und Konsorten nach anderen Foren für ihre Talente umsehen.

Mátyás Kiss, 19.07.2001



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