home

N° 1223
16. - 22.10.2021

nächste Aktualisierung
am 23.10.2021



Responsive image

Love … and Then

Lyambiko

Sony BMG 82876 775472
(56 Min.) 1 CD

Allmählich lockert die Berliner Sängerin Lyambiko das nette, aber auf die Dauer allzu enge Barjazz-Korsett, das sie sich vor vier Jahren erfolgreich anlegen ließ. Damals reüssierte die Tochter einer Thüringerin und eines Musikers aus Tansania mit der Aufnahme "Out of This Mood", die überraschend viel Gefallen bei deutschen Plattenkäufern und sogar bei US-amerikanischem Publikum fand. Lyambikos inzwischen vierte Einspielung unter der Begleitung des Pianisten Marque Lowenthal, des Kontrabassisten Robin Draganic und des Schlagzeugers Torsten Zwingenberger spannt nun einen größeren stilistischen Bogen und setzt verstärkt auf Eigenkompositionen. Und es gibt einige Aha-Erlebnisse. Im Stück "Tale of the Tuna" setzt die Sängerin ihre Stimme als reines Instrument ein, im Schlussvamp des bluesinspirierten "Shadow Walk" imitiert sie gekonnt eine grummelnde Posaune, die Bossa-Nummer "Lost Melody" versieht sie mit annehmbaren Scats. Die 30-Jährige traut sich mehr; gleichwohl ist sie immer noch keine extrovertierte Röhre. Recht so. Wer "Somewhere Over the Rainbow" so psychedelisch-verhangen, so unlarmoyant und so cool interpretieren kann, wie es Lyambiko am Ende von "Love … and Then" tut, hat übertriebene Stimmband-Muskelspiele gar nicht nötig.

Josef Engels, 18.02.2006



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Der Beginn ist bekanntlich eine sehr delikate Phase. Womit also fängt man an, als junges Klaviertrio, die ersten Schritte machend auf dem diskografischen Karriereweg? Das Silver Trio hat für sein Album-Debüt Beethoven, Rachmaninow und Bernstein ausgewählt. Eine durchaus merkwürdige Kombination, nicht weil man Musik verschiedener Epochen nicht auf einer CD vereinen dürfe – ganz im Gegenteil, so machen es viele Ensembles teils mit großem Erfolg. Da einem aber irgendwie keine Verbindung […] mehr


Abo

Top