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Meet Me Around Midnight

Ida Sand

ACT/Edel Contraire 9716-2
(52 Min.) 1 CD

Nicht nur bei Sonny & Cher machte es "Bang Bang". Die Schwedin Ida Sand verwandelt den Soulklassiker des später hochgradig zerstrittenen Duos aus den 1960ern in eine jazzig groovende Nummer, ohne ihr die Soulvergangenheit vollständig auszutreiben. Ihre vom Jazz- und Funkposaunisten Nils Landgren produzierte Platte schlägt die Brücke zwischen R&B, Soul und Jazz, wobei die beiden ersten Elemente deutlich überwiegen. Eine schöne Mitternachtsballade ist "Maybe You’ll Be There"; hier würzt Ulf Wakenius den sanften Swing mit eleganten Gitarrenläufen. Ihre eigene Komposition "Home", bei der sie sich ohne Band am Klavier begleitet, greift die Gospeltradition auf, während sie im ebenfalls selbst komponierten "Brutal Truth" mit harter R&B-Power zu Werke geht, wobei sie das Fender Rhodes selbst spielt. Aus "Here Comes The Rain Again", einst eine Nummer der Eurythmics, macht sie eine federnde Popballade, und "One For My Baby" ist ein sparsamer Zwitter aus Jazz und Soul. In "Feeling Off The Love Of The Land" schimmern dagegen Psychedelic-Elemente im Stil der 1970er durch. Da sich Ida Sand und ihre exzellent besetzte Band auf verschiedene Stile beziehen, ist die Platte vom ersten bis zum letzten Ton abwechslungsreich.

Werner Stiefele, 31.03.2007



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