home

N° 1282
03. - 09.12.2022

nächste Aktualisierung
am 10.12.2022



Responsive image

Gansch & Roses

Thomas Gansch

Quinton/EFA 63208-2
(53 Min., 8/2001) 1 CD

Thomas Gansch, der österreichische Trompeter und Flügelhornspieler, rekrutiert sowohl seine Ästhetik als auch seine Mitspieler aus dem Umkreis des Vienna Art Orchestra. Auf seinem selbstkomponierten und -arrangierten Debüt "Gansch & Roses", ein quadratisches, mehrfarbiges Büchlein im Hardcover, hat er sich für die Besetzungen Nonett (sieben Bläser, Bass, Schlagzeug) und - auf drei der neun Titel - Trio (Trompete, Klarinette/Saxofon, Bass) entschieden.
Was hier vor sich geht, erfüllt Strawinskys Definition einer "Musik über Musik", das heißt, nicht außermusikalische Inhalte - wie z.B. Emotionen - werden Gegenstand der Musik, sondern die eigene Stellung des Komponisten zu Figuren und Strömungen der Musikgeschichte. Thomas Gansch bezieht sich auf den Jazz der fünfziger, sechziger Jahre und Figuren wie Dolphy, Ellington, Mingus oder Don Ellis, die er mit alpenländischer Folklore und verschiedenen Tanzformen konfrontiert.
Die buntgescheckte Mischung klingt in der lebendig musizierten, swingenden Praxis an keiner Stelle so kopflastig, wie ich hier formal angedeutet habe. Gansch' Ansatz funktioniert überraschend gut und ist eine kurzweilige Alternative zu all den müßigen Bestrebungen, historische Stile, die längst ihre Schuldigkeit getan haben, künstlich weiter zu beatmen.

Mátyás Kiss, 18.07.2002



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Wohl kaum ein Künstler hat so viel für die Entwicklung und Erneuerung des argentinischen Tangos getan wie der argentinische Komponist und Bandoneon-Virtuose Astor Piazzolla. 2021 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert, aus diesem Anlass spielte der junge dänische Akkordeonist Bjarke Mogensen in jenem Jahr ein Album mit den wichtigsten Werken des Tango-Nuevo-Königs ein. Als musikalische Partner für dieses Projekt wählte er seinen Landsmann Mathias Heise, der zu den führenden […] mehr


Abo

Top