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N° 1230
04. - 10.12.2021

nächste Aktualisierung
am 11.12.2021



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Sergei Rachmaninow

Klaviersonate Nr. 2, Préludes

Simon Trpčeski

EMI 557 943-2
(69 Min., 7/2004, 8/2004) 1 CD

Zurzeit scheint ein kleiner Rachmaninow-Boom ausgebrochen, denn der Reihe nach veröffentlichen Pianisten wie Lang Lang, Nikolai Lugansky und Hélène Grimaud CDs mit diversen Programmen. Nun also auch Simon Trpčeski. Der 1979 geborene Mazedonier ist gerade dabei, sich international einen Namen zu machen, konnte vor allem in London, aber auch in Deutschland erste Erfolge erzielen und lebt weiter in Skopje, wo er auch bereits an der Universität unterrichtet. Nach einem CD-Debüt mit Tschaikowsky, Skrjabin, Strawinsky und Prokofjew nun also ein fünfter Russe, dessen er sich annimmt.
Auf die Programmzusammenstellung hat man nicht unbedingt gewartet: Es kommen neben dem Hauptwerk, der zweiten Klaviersonate, vor allem bekannte und beliebte Préludes wie der Schmachtfetzen Op. 3 Nr. 2 zu Gehör, daneben auch noch Rachmaninows Bearbeitung des "Hummelflugs" von Rimski-Korsakow. Womit Trpčeski aber überzeugen kann, ist vor allem seine Stilsicherheit. Man mag einwenden, dass er sich bislang diskografisch nur in einem engen Bereich bewegt hat, dies geschieht jedoch mit einem ausgeprägten Gespür für das, was den Nach-Romatiker Rachmaninow ausmacht, die musikalisch umgesetzte, ewige Sehnsucht nach der verlorenen Heimat.
Trpčeskis Spiel ist nicht nur ausgesprochen virtuos, es findet sich in jedem hier aufgenommenen Stück eine Lebendigkeit, die der Pianist aber nie übertreibt und die deshalb echt und authentisch wirkt.

Matthias Reisner, 28.05.2005



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