Responsive image

Peter Cincotti

Peter Cincotti

Concord/In-Akustik CCD-2178-2

Alle Achtung. Peter Cincotti, gerade mal 19 Jahre alt, singt mit einer Reife, als sei er schon gut und gerne 20 Jahre in der Branche und habe all die Affären schon durchlebt, von denen die Texte berichten. Für ihn sind sie nicht nur ein Vorwand, Melodien zu gestaltet. Er nimmt ihre Stories ernst, und er gibt sie als kleine, manchmal recht banale, manchmal tragische oder auch romantische Berichte wieder. Dazu kommt ein sicheres Gespür für die Möglichkeiten zur Variation, die in den Melodien stecken. Sein sanfter Tenor schmeichelt dem Ohr: Das ist mehr als einst die ersten Platten von Frank Sinatra ahnen ließen. Mehr noch: Peter Cincotti begleitet sich selbst am Flügel – und dies mit einer stilistischen Bandbreite, die vom einfachen, unauffälligen Begleiten bis zum späten, seiner Strenge enthobenen Stride reicht. Wer so gut ist, braucht keine große Bigband, hinter der er sich verstecken könnte. Peter Cincotti gibt sich mit dem Bassisten David Finck und dem Schlagzeuger Kenny Washington zufrieden. Vierter im Bunde ist in drei Titeln der Tenorsaxofonist Scott Kreitzer. Dieser junge Mann hat das Zeug, einer der größten Entertainer der nächsten Generation zu werden.

Werner Stiefele, 13.09.2003



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Es generierte durchaus Schlagzeilen, als der Musikwissenschaftler Timo Juoko Herrmann vor gut vier Jahren eine bisher unentdeckte, womöglich gemeinschaftlich entstandene Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und einem gewissen Cornetti im Prager Nationalmuseum wiederentdeckte – es handelte sich um die Kantate zur Genesung der Sängerin Nancy Storace „Per la ricuperata salute di Ofelia“ KV 477a auf ein Libretto von Lorenzo da Ponte. Dass sie ausgerechnet Timo Juoko […] mehr »


Top