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Johann Pachelbel

Orgelwerke

Wolfgang Rübsam

Naxos 8.554380
(73 Min., 9/1998) 1 CD

Die Wahl des richtigen Instruments ist für eine Orgelaufnahme gerade mit Alter Musik von entscheidender Bedeutung – und zugleich nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. In der vorliegenden Aufnahme scheint auf den ersten Blick alles zu passen: Der Komponist, Johann Pachelbel, wirkte vor allem in Mittel- und Süddeutschland, zuletzt an der Nürnberger Sebalduskirche. Als typisch süddeutsch ist auch die Holzhey-Orgel der Weissenauer Klosterkirche aufzufassen - nur dass dieses Instrument zirka achtzig Jahre nach Pachelbels Tod entstand. Und das ist auch im konservativen Orgelbau eine lange Zeit.
Ihr Plenum wirkt zwar rund und sympathisch, ihre Zungen singen französisch, statt altdeutsch zu knarzen. Aber insgesamt klingt diese Orgel doch zu versöhnlich, um die Knorrigkeit Pachelbelscher Kunst so recht einzufangen. Der Stil der Orgel prägt auch ihren Spieler: Allzu nervös, kurzatmig geht Rübsam an die zahlreichen Toccaten der Aufnahme heran, anstatt sie mit innerer Ruhe auszuspielen, wie ich es von meiner Referenzaufnahme dieser Werke (Roland Götz, Studio XVII/Disco Center) kenne. Sie entstand übrigens an der denkbar norddeutschesten aller Orgeln, dem Instrument Arp Schnitgers im ostfriesischen Norden.

Stefan Heßbrüggen, 13.04.2000



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