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Witold Lutosławski

Orchesterwerke, Folge 7: Präludien und Fuge, Drei Postludien, Fanfaren

Polnisches Radio-Sinfonieorchester, Antoni Wit

Naxos 8.555270
(59 Min., 6/1996, 5/2000, 7/2000) 1 CD

Wenn es über eine CD wenig zu sagen gibt, muss das nichts Schlechtes bedeuten. Folge 7 der Reihe mit Orchesterwerken von Witold Lutoslawski hat die gleichen Trümpfe zu bieten wie die vorangegangenen Veröffentlichungen: gleichermaßen kompetentes wie engagiertes Dirigat Antoni Wits, eine mehr als solide Orchesterleistung und wieder einmal die Erkenntnis, dass es im Schaffen des Altmeisters der polnischen Avantgarde eigentlich kein schwaches Stück zu beklagen gibt.
Selbst die kurzen Fanfaren, die der 1994 verstorbene Lutoslawski als Gelegenheitswerke schuf, sind meisterlich gearbeitet und zeigen unverkennbar seine Handschrift. Interessant ist die Bekanntschaft mit den drei selten aufgeführten Postludien, die den Übergang bilden zu seinem reifen Orchesterstil. Das Hauptwerk der CD, "Präludien und Fuge für 13 Solostreicher" demonstriert aufs Schönste, dass sich avantgardistische Kompositionstechniken und eine unmittelbar zugängliche und packende Sprache keineswegs widersprechen müssen. Also, kurz und bündig: Dies ist eine Empfehlung.

Thomas Schulz, 06.12.2001



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