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Witold Lutosławski

Sinfonie Nr. 3 u.a.

Polnisches Radio-Sinfonieorchester, Antoni Wit

Naxos 8.553423
(72 Min.) 1 CD

In seinen vier Sinfonien, mit Ausnahme der neoklassizistischen Ersten, verband Witold Lutoslawski (1913-1994) die sinfonische Form mit seiner spezifischen Anwendung der Aleatorik: auskomponierte Abschnitte wechseln mit “Ad-libitum”-Passagen, in denen das Notenmaterial von den Spielern frei zu variieren und zu rhythmisieren ist. Außerdem verzichtete Lutoslawski auf die traditionelle Viersätzigkeit und begnügt sich mit zwei Sätzen, von denen der erste lediglich vorbereitenden Charakter tragen soll. So gelang es ihm, die Gattung der Sinfonie mit neuem Leben zu erfüllen. Seine 1983 vollendete Dritte ist ohne Zweifel sein sinfonisches Hauptwerk. Ihr dramatisch-tragischer Gestus und die meisterhafte kompositorische Dramaturgie setzen sie in die Nachfolge großer europäischer Sinfonik, trotz oder gerade wegen der neuartigen Form. Antoni Wits Interpretation kann sich neben der seiner bekannteren Kollegen durchaus behaupten, wenn auch das Klangbild nicht optimal durchsichtig geriet.

Thomas Schulz, 31.03.1997



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