home

N° 1282
03. - 09.12.2022

nächste Aktualisierung
am 10.12.2022



Responsive image

Electric Sufi

Dhafer Youssef

Enja/Edel Contraire ENJ-9412 2
(67 Min., 11/2000, 12/2000) 1 CD

Nur selten gehen Tradition und Moderne eine so glückliche Verbindung ein wie in der Musik des tunesischen Oud-Spielers Dhafer Youssef. Nichts gegen Anouar Brahem und Rabih Abou-Khalil - aber Youssef scheint mir von den dreien das größte Kommunikationstalent zu besitzen. Und das nicht nur, weil er am wenigsten vor westlichen, elektronischen Sounds zurückschreckt, sondern ironischerweise, weil er sich gerade angesichts einer ihm potenziell fremden Umgebung am stärksten an seine aus der islamischen Sufi-Tradition gespeisten Wüstenklänge hält.
So "humanisieren" und kontrapunktieren die Wärme der Gesangsstimme und der Laute Youssefs, der Bansuri (Bambusflöte) Deepak Rams und des Kontrabasses von Dieter Ilg die fast schon tiefgefrorenen Töne aus Markus Stockhausens Trompete sowie die aus der Retorte stammenden Ambient-Klänge, die verschiedene Mitwirkende gelegentlich dezent einfließen lassen.
Als wichtige Mitarbeiter Youssefs wären noch zu nennen: der Gitarrist Wolfgang Muthspiel, der E-Bassist Doug Wimbish, der Schlagzeuger Will Calhoun und besonders der subtile Perkussionist Mino Cinelu, die allesamt erstaunlich zurückhaltend agieren. Genau das Richtige für Hörer, welche ausgetretene Bahnen verlassen möchten, ohne ihre musikalischen Ansprüche herunterzuschrauben.

Mátyás Kiss, 09.08.2001



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Wohl kaum ein Künstler hat so viel für die Entwicklung und Erneuerung des argentinischen Tangos getan wie der argentinische Komponist und Bandoneon-Virtuose Astor Piazzolla. 2021 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert, aus diesem Anlass spielte der junge dänische Akkordeonist Bjarke Mogensen in jenem Jahr ein Album mit den wichtigsten Werken des Tango-Nuevo-Königs ein. Als musikalische Partner für dieses Projekt wählte er seinen Landsmann Mathias Heise, der zu den führenden […] mehr


Abo

Top