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Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi

Italienisches Konzert

The Harp Consort, Andrew Lawrence-King

DHM/BMG 05472 77366 2
(69 Min., 06/1995) 1 CD

Andrew Lawrence-King möchte in dieser Aufnahme nicht nur die Ausbreitung des italienischen Konzerts über Europa nachzeichnen, sondern auch in neue Klangwelten vorstoßen, um damit das seinerzeit dramatisch Neue dieser Gattung wiederaufleben zu lassen. In diesem Sinne hat er unter anderem ein Vivaldisches Violin-Doppelkonzert für Harfe, Theorbe, Gitarre und Orchester bearbeitet. Bachs berühmtes "Italienisches Konzert" erscheint hier in einer Version für Oboe, Fagott, Cembalo und Orchester, in Händels nicht weniger bekanntem Harfenkonzert op. 4 Nr. 6 sind neben dem originalen Soloinstrument noch Theorbe und Lira da gamba zu hören, und nur Händels Orgelkonzert op. 4 Nr. 1 bleibt so, wie man es kennt.
Öfter mal was Neues, mag man denken, schließlich haben die barocken Meister auch munter vor sich hin bearbeitet, allen voran der damals noch nicht so alte Bach. Was damit gegenüber den Originalen gewonnen ist, bleibt allerdings fraglich, denn viel mehr als die Mona Lisa in Acryl hat Lawrence-King nicht zu bieten. Immerhin beweist er an Harfe, Cembalo und Orgel eine hohe Fingerfertigkeit, und sein Orchester begleitet ihn mit Engagement und Biss.

Theodor Schliehen, 01.01.1970



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