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N° 1281
26.11. - 02.12.2022

nächste Aktualisierung
am 03.12.2022



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Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Bruckner, Gustav Mahler, Sergei Rachmaninow u. a.

Eugene Ormandy – The Complete RCA Album Collection

Corinne Frank Bowen, Twin City Symphony Chorus, Minneapolis Symphony Orchestra, Eugene Ormandy, Arnold Zemachson, Carl Stix u. a.

RCA/Sony Classical 19439952392
(650 Min., 1934 & 1935) 11 CDs

Der gebürtige Ungar Eugene Ormandy gehörte noch zu jenen Pultheroen, denen im Gegensatz zu vielen heutigen Kollegen ein Chefposten völlig ausreichte. Und wie etwa George Szell (Cleveland), Georg Solti (Chicago) oder Herbert von Karajan (Berlin) sollte sich Ormandy als enorm treu erweisen, als er ab 1938 das Philadelphia Orchestra für die nächsten 40 Jahre leitete. Empfohlen hatte sich Ormandy für dieses Amt auch in den fünf Jahren, in denen er das Minneapolis Symphony Orchestra leitete. Wobei er zwischen 1931 und 1936 auch jene unbändige Aufnahmetätigkeit unter Beweis stellte, die er später noch mehr ausbauen sollte. Aus den Jahren 1934 und 1935 stammen nun all die Schellackeinspielungen, die Ormandy mit seinem Orchester für das RCA-Label machte. Und bereits das Repertoire spricht für einen stets neugierigen Dirigenten. Denn bis auf Mozarts Gassenhauer „Eine kleine Nachtmusik“, die Vierten von Beethoven und Schumann sowie weitere beliebte Appetizer von etwa Léo Delibes, Johann Strauß und Fritz Kreisler erwies sich Ormandy als ein Mann der Zeit. So präsentierte er erstmals auf Tonträger Zoltán Kodálys „Háry János Suite“ (prickelnd und spritzig) und Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ (wunderbar atmend). Auf gleich elf Schellackplatten wurde 1934 die bis heute packende Aufnahme von Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ Nr. 2 dokumentiert. Die Box ist aber nicht nur angesichts dieser diskografischen Pioniertaten eine Pflichtanschaffung. Man wird Ohrenzeuge eines geradezu seelenverwandtschaftlichen Musizierens, bei dem das Minneapolis Symphony Orchestra weniger vom spielerischen Perfektionismus als seinem Ausdrucksvermögen her über sich hinauswuchs.

Guido Fischer, 30.07.2022



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