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N° 1253
14. - 20.05.2022

nächste Aktualisierung
am 21.05.2022



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Peter Iljitsch Tschaikowski

Sinfonie Nr. 1 „Winterträume“, „Capriccio Italien“ u. a.

Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi

Alpha/Note 1 ALP838
(65 Min., 10&11/2019, 1/2021)

Es ist vollbracht – die Gesamteinspielung der sechs Tschaikowski-Sinfonien. Und wie schon bei den Aufnahmen der populären Sinfonien Nr. 4 – 6 haben Paavo Järvi und sein Tonhalle-Orchester Zürich penibel genau darauf geachtet, dass sich bloß nicht allzu übermäßiges Pathos, auch nicht in die frühen Sinfonien, einschleicht. Rubati, die das ganze Gefüge ins marmeladesk Sentimentale umschlagen lassen würden – Fehlanzeige. Und auch wenn Peter Iljitsch Tschaikowski sich immer wieder als Meister des Lamentos zeigt – vom anrührend Weinerlichen lassen Järvi & Co. komplett die Finger. Trotzdem lebt diese Musik mit all ihrer Eleganz und ihren elegischen Verlockungen so, wie es sein soll. Und weil Järvi immer auch größten Wert auf die Durchhörbarkeit der Partituren legt (was er bei seinen Beethoven- und Schumann-Sinfonien ja zuhauf bewiesen hat), wird man nun ebenfalls Ohrenzeuge von Nuancen und Finessen, mit denen sich Tschaikowski in die russische Phalanx großer Instrumentationskünstler einreihte. Bei den beiden Einzel-Alben gibt es darüber hinaus noch so manche Zugaben. Hier wie da erklingt ein Satz aus „Eugen Onegin“. Und während auf die 3. Sinfonie ein „Feierlicher Krönungsmarsch“ folgt, den Tschaikowski quasi dem neuen Zaren Alexander III. schenkte, holt das Orchester nach der 1. Sinfonie mit blitzeblanken Bläserfanfaren zu einem sensationell klangkulinarischen „Capriccio Italien“ aus.

Guido Fischer, 14.05.2022



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