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N° 1297
18. - 24.03.2023

nächste Aktualisierung
am 25.03.2023



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Benjamin Britten, Arthur Bliss, Frank Bridge, Lennox Berkeley

English Music for Strings

Sinfonia of London, John Wilson

Chandos/Note 1 CHSA 5264
(64 Min., 1/2020) SACD

Was für ein feiner Streicherklang! Es ist erstaunlich, was einerseits die hier repräsentierten englischen Komponisten, was andererseits aber auch der Dirigent John Wilson an unterschiedlichen Farben und Nuancen aus dieser Besetzung herausholt. Das Programm ist vom Feinsten: Benjamin Brittens Lehrer Frank Bridge, wie jener ein glühender Pazifist, steht mit seinem kurzen „Lamento“ von 1915, entstanden unter dem Eindruck der Gräuel des Ersten Weltkrieges, an zentraler Stelle. Benjamin Brittens Bridge-Variationszyklus nimmt zwar nicht auf das „Lamento“ Bezug, orientiert sich im Ausdruck der einzelnen Variationen aber an der Persönlichkeit des verehrten Mentors. Zudem erweist sich der junge Britten schon als Virtuose der differenzierten Orchesterbehandlung. Lennox Berkeleys „Serenade“ ist ebenfalls ein Traum-Stück, vor allem das abschließende „Lento“ lässt förmlich den Atem stocken. Auch die 1935 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte „Music for Strings“ von Arthur Bliss ist ein höchst geistvolles Werk, ein Wurf aus einem Guss voller hinreißend charmanter Passagen. Fazit: wenig bekannte Werke mit beeindruckenden, zeitgeschichtlich bedeutsamen Entstehungs-Historien, erstklassig interpretiert – eine Freude von der ersten bis zur letzten Minute.

Michael Wersin, 20.03.2021



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