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Georg Friedrich Händel

Dettinger Te Deum, Te Deum A-Dur

Dorothee Mields, Ulrike Andersen, Mark Wilde, Chris Dixon, Alsfelder Vokalensemble, Concerto Polacco, Wolfgang Helbich

Naxos 8.554753
(54 Min., 8/1999) 1 CD

Wenn Könige Kriege gewinnen, haben Hofkomponisten für musikalischen Jubel zu sorgen. Das war auch 1743 nicht anders, als man in London mit einem Dankgottesdienst den Sieg im Österreichischen Erbfolgekrieg feierte - umrahmt mit Georg Friedrich Händels so genanntem Dettinger Te Deum.
Der Komponist hatte es eilig: Er borgte ein bisschen aus eigenen früheren Werken; so begegnen dem Hörer immer wieder Phrasen und Abschnitte aus dem älteren Oratorium "Israel in Ägypten". Händel daraus einen Strick zu drehen, wäre jedoch verfehlt. Erstens waren musikalische Anleihen damals an der Tagesordnung, und zweitens waren die Zitate vielleicht sogar beabsichtigt, um den Vergleich des nach damaliger Vorstellung von Gottes Gnaden regierenden englischen Königshauses mit dem auserwählten Volk aufrecht zu erhalten.
Schade, dass man im Beiheft über die Interpreten dieser Aufnahme nichts erfährt. Die Einspielung - wie auch die des unbekannteren A-Dur-Te-Deums - zeigt sich als durchaus profiliert und glanzvoll, obwohl ich mir manchmal etwas mehr Zugkraft in der Artikulation gewünscht hätte. Trotzdem vermittelt sich die dramatische Kraft der Stücke prachtvoll, und man hat die Möglichkeit, sie als herrliche Mini-Oratorien zu entdecken.

Oliver Buslau, 24.01.2002



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