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Gabriel Fauré

„The Secret Fauré II“ (Konzert- und Orchesterstücke)

Axel Schacher, Antoine Lederlin, Oliver Schnyder, Sinfonieorchester Basel, Ivor Bolton

Sony Classical 19075936402
(67 Min., 8/2017, 3/2018)

Dass sich das Sinfonieorchester Basel unter Chefdirigent Ivor Bolton auf den französischen Romantiker Gabriel Fauré und seine erlesen-lyrische Klangsprache versteht, hat man erst im letzten Jahr nach allen Regeln des Klanggenusses unter Beweis gestellt. „The Secret Fauré“ lautete das Album, auf dem man neben der Ohrwurm-„Sicilienne“ ausschließlich Repertoire-Entdeckungen aus zumeist dem vokalen Bereich bot. Und da die Resonanz auf dieses Album zu Recht groß war, hat man nun einen zweiten Teil aufgenommen. Diesmal stehen ausschließlich Konzert- und Orchesterstücke auf dem Programm. Gleich der erste Blick verrät aber, dass der Album-Titel „The Secret Fauré II“ nicht hält, was er verspricht. Auch wenn der Großteil der eingespielten Werke einer ganz frischen Noten-Edition folgt, so ist dieser Fauré einem doch vertraut bis altbekannt. Die Konzertstücke für Violine (Berceuse op. 16, Romance op. 28), Klavier (Ballade op. 19) und Cello (Élégie op. 24) wurden u.a. schon vor Jahrzehnten von solchen Ausnahmesolisten wie Isaac Stern und Robert Casadesus für die Ewigkeit eingespielt. Die hübsch-pastorale Orchestersuite „Masques et Bergamasques“ ist genauso ein Ohren- und Sinnenschmaus wie die „Pavane“ op. 50 – alles längst bekannt. Als gewisse Novität kann man daher eigentlich nur das „Allegro“ aus einer F-Dur-Sinfonie bezeichnen, mit dem das Album endet. So sehr man also nichts aufregend Neues erwarten sollte, so darf man sich zumindest am äußerst atmosphärisch geschmackvollen Musizieren der Basler erfreuen.

Guido Fischer, 08.06.2019



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