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Orlando di Lasso, Michael Praetorius, William Byrd, Francis Poulenc, Herbert Howells, Bob Chilcott u.a.

The King’s Singers Christmas Presence

The King’s Singers

Signum classics/Note 1 SIGCD 497
(52 Min., 12/2015)

Freuen wir uns noch einmal über David Hurley an der Spitze der „King’s Singers“: Im September 2016 ist er ausgeschieden, aber in dieser Live-Produktion vom Dezember 2015 kann seine Stimme, eingehüllt vom großartigen Klang seiner zu jener Zeit wohl schon durchwegs jüngeren Kollegen, noch genossen werden. Sein süffiges, weiches und zumeist unaufdringlich intensives Timbre ist wohl kaum zu ersetzen.
Mit geringen Abstrichen, die bei einem live aufgenommenen Rezital unvermeidlich sind, präsentiert die Gruppe ein Weihnachtsprogramm, dessen Komponisten-Spektrum von Jan Pieterszoon Sweelinck bis Bob Chilcott reicht. Gestreift werden auf dem Weg durch die Jahrhunderte u. a. Orlando di Lasso, William Byrd, Francis Poulenc und der großartige englische Komponist Herbert Howells, gestorben 1983, doch heute schon fast vergessen. Höhepunkte klanglicher Schönheit und Homogenität sind u. a. Byrds „Beata viscera Maria virginis“ und Howells „Sing Lullaby“. Ihren vollen Charme entfaltet die Gruppe in „La Peregrinaҫion“, arrangiert von Peter Knight; derselbe Arrangeur schneiderte dem Ensemble auch Mel Tormés „Christmas Song“ auf den Leib. Die Sattheit der angereicherten Harmonien im Jazz-Modus erfreut ungemein und verbindet sich anschließend auch sehr gut mit der deutschen Weise „Still, still, still …“. Weihnachten kann kommen.

Michael Wersin, 16.12.2017



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