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N° 1265
06. - 12.08.2022

nächste Aktualisierung
am 13.08.2022



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So soll der neue Konzertsaal von Stararchitekt Frank Gehry dereinst aussehen (c) Barenboim-Said-Akademie

Pasticcio

Grundstein für Vorzeigeprojekt

Ende 2012 feierte Daniel Barenboim seinen 70. Geburtstag, zugleich verriet der Dirigent, Pianist und Gründer des West-Eastern Divan Orchestra aber auch seinen neuesten Plan: Ins ehemalige Kulissendepot der Berliner Linden-Oper wird eine Musikakademie einziehen, bei der Studenten aus Israel und der arabischen Welt eine dreijährige Ausbildung bekommen sollen. Noch nicht einmal zwei Jahre später konnte Barenboim zusammen mit dem zukünftigen Akademie-Direktor Michael Naumann jetzt den Startschuss zum Bau der Barenboim-Said Akademie verkünden. 2016 wird diese Stätte der Begegnung wahrscheinlich den Betrieb aufnehmen können. Und in dem von Star-Architekt Frank Gehry kostenlos(!) entworfenem Kammermusiksaal mit seinen 622 Plätzen sollen sodann Werke aus allen Epochen und damit auch aus der Gegenwart erklingen (der Saal wird schließlich nach dem Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez benannt).
Diese Initiative soll in Anlehnung an das West-Eastern Divan Orchestra das Miteinander zwischen jungen Menschen fördern, die zum größten Teil ihre eigenen Erfahrungen mit dem politischen Brandherd Naher Osten gemacht haben. Und auch solche Projekte werden natürlich Geld kosten. Der laufende Ausbildungsbetrieb wird sich pro Jahr auf fünf Millionen Euro belaufen. Für den eigentlichen Bau werden aktuell um die 34 Millionen veranschlagt, von denen 20 Millionen vom Bund kommen und der Restbetrag von privaten Geldgebern stammt. Hoffentlich bleibt es aber wirklich bei dieser Gesamtsumme. Immerhin beliefen sich die prognostizierten Kosten noch 2012 lediglich auf 28,5 Millionen Euro und lagen damit um 5,5 Millionen Euro niedriger als Stand 2014.

Guido Fischer



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