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Nicht nur die sechs Gitarrensaiten fingen Feuer, wenn er loslegte: Bei Francisco Sanchez Gomez – besser bekannt natürlich unter seinem Künstlernamen Paco de Lucia – vibrierte die Luft in 1001 Klangfarben. Keiner konnte so den Flamenco in Reinform zelebrieren oder ihn mit Rock, Jazz und Klassik würzen wie er. Nicht erst seit dem Millionenseller „Friday Night at San Francisco“ mit John McLaughlin und Al Di Meola 1981 stand Paco de Lucia für eine neue Flamenco-Generation, die den Geist der Alten bewahrte und trotzdem über den musikalischen Tellerrand hinausschaute. Den spanischen Blues hatte der 1947 in Algeciras geborene Lucia quasi in die Wiege gelegt bekommen. Bereits im Alter von elf Jahren muss er sein erstes Publikum buchstäblich um den Verstand gespielt haben. Nun ist Paco de Lucia, der 2004 mit dem Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet wurde, im Alter von 66 Jahren gestorben. Bei den Trauerfeierlichkeiten nannte ihn ein Fan den „Mozart unserer Zeit“.

Reinhard Lemelle, RONDO Ausgabe 2 / 2014



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