home

N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Startseite · Klang · Boulevard

Boulevard

Bunte Klassik

Tango konzertant und sinfonisch

Wer Tango sagt, denkt meist an kleine Besetzungen höchstens bis zum Sextett. Doch mit großem Orchester entfaltet sich die argentinische Traditionsmusik zu einem wahren Klangrausch, der selbst deutsche Komponisten inspiriert: Kurt Weill zum Beispiel oder den Bandoneon-Virtuosen Lothar Hensel, auch Schöpfer mehrerer Konzerte für sein Instrument. Neben Weill und Hensel steht natürlich Tango-Altmeister Piazzolla in der Mitte.

Tango sinfonico

Lothar Hensel, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Manfred Neuman

Sony Classical

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Rasante Russen-Seele

Nach ihren erfolgreichen Ausflügen in die Welt des Tangos zieht es den Cellisten Eckart Runge und den Pianisten Jacques Ammon, die sich kurz »cello project« nennen, nach Osten – in die Seele der russischen Musik. Doch nicht nur der spätromantische »slawische« Tonfall eines Rachmaninow ist ihr Thema, sondern auch die Musik des 1937 geborenen Nikolai Kapustin, dessen zweite Cellosonate hier in einer Ersteinspielung vorliegt: modern, rasant, hitzig und immer hochemotional!

Russian Soul

cello project

Genuin/Codaex

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Silentium!

Der Titel »Shhh« kam Nigel Kennedy, als er über das manchmal ungebührliche Verhalten des Publikums bei leisen Nummern in Jazzclubs nachdachte. Das Album, das Fachleute in die Richtung »Electric Jazz« einordnen, entstand mit Kennedys polnischen Jazzkollegen – und einem Stargast: Boy George, der sich seit den Tagen von Culture Club zu einer Art Tom Waits weiterentwickelt hat.

Shhh!

Nigel Kennedy Quintet

EMI Classics

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Mahlers großes X

Es hat so einige posthume Vollendungsversuche von Mahlers zehnter Sinfonie gegeben – ein Werk, von dem nur das gewaltige Adagio fertig wurde und ansonsten Skizzen überliefert sind. Der britische Produzent Matthew Herbert stellt den Torso nun auf der Basis der Einspielung von Giuseppe Sinopoli in den Mittelpunkt der »Recomposed«-Reihe. Dabei deutete er das Werk mit allerhand »konkreten« Klängen – etwa mit Musik aus einem in einem Sarg spielenden Autoradio oder einem Bratschensolo an Mahlers Grab – abgespielt in einem Krematorium.

Gustav Mahler / Matthew Herbert

Mahler Symphony X – Recomposed by Matthew Herbert

Giuseppe Sinopoli

DG/Universal

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Lieder einer Reise

Irgendwo zwischen Klassik, Filmmusik und Fado bewegen sich die Stücke des Portugiesen Rodrigo Leão – Mitbegründer der Band Madredeus und heute einer der bekanntesten Komponisten seines Landes. Das Album »A Mãe« (»Die Mutter «) ist ein ausgefeilt arrangiertes Reistagebuch, das Leão in Europa, Asien und Amerika komponierte und mit einigen Gaststars wie Stuart A. Staples von den Tindersticks oder Neil Hannon von Divine Comedy realisiert und seiner Mutter gewidmet hat.

A Mãe

Rodrigo Leão & Cinema Ensemble

Sony Music

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Oliver Buslau, RONDO Ausgabe 3 / 2010



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Blind gehört

Antje Weithaas: „David Garrett? Da kann man nix sagen“

Dieses Tschaikowski-Quartett, finde ich, ist ein unglaubliches Stück. Mir geht’s ans Gemüt. Das […]
zum Artikel

Pasticcio

Alphatiere unter sich

Sonne – Meer – Sylt. Christian Thielemann hatte sich sicherlich auch nach den Bayreuther […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


Abo

Top