Startseite · Klartext · Pasticcio

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

Fußnoten

In Santiago de Chile hat man den Begriff »Fußnoten« wörtlich genommen und auf Betreiben eines gesundheitsbewussten Lebensmittelkonzerns die Treppe zu einer U-Bahn-Station so präpariert, dass jede Stufe ähnlich einer Klaviertastatur beim Betreten einen Ton von sich gibt. So will man den gestressten Großstädtern Bewegung schmackhaft machen und sie von der Rolltreppe weglocken. Fitte Teenies haben offenbar schon Beethovens Freuden-Ode hinbekommen. Von Werken mit größeren Intervallsprüngen wird allerdings abgeraten. Inzwischen freilich beginnt der Lärmpegel, die Rolltreppen schon wieder attraktiv zu machen.

Christoph Braun, RONDO Ausgabe 3 / 2010



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Hausbesuch

New Repertoire

Befreit vom Schubladendenken

Die Deutsche Grammophon entwickelt im Segment „New Repertoire“ eine Plattform für neue […]
zum Artikel »

Gefragt

Christoph Sietzen

Auf Holz geklopft

Dieser junge Mann beherrscht die seltene Kunst, auf seinem Schlagwerk zu singen – und bewirkt […]
zum Artikel »




Top