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N° 1273
01. - 07.10.2022

nächste Aktualisierung
am 08.10.2022



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Beethoven einmal virtuell real werden lassen – im Beethoven-Haus Bonn © pixabay.com

Pasticcio

Bro´ Ludwig!

Sabine Meyer und Gerhard Oppitz gehörten genauso zu den Preisträgern wie Andreas Staier und das SchumacherGrau Piano Duo. Wer es beim Deutschen Musikwettbewerb aufs Siegerpodest geschafft hat, der wird es früher oder später auch im internationalen Klassikbetrieb schaffen. Dementsprechend haben auch bei der diesjährigen Ausgabe wieder die Künstleragenturen und Schallplattenfirmen die Ohren gespitzt, um den möglichen Star von morgen auszumachen. Von den immerhin 200 jungen Musikern und Musikerinnen, die diesmal bei dem in Bonn veranstalteten Wettbewerb teilgenommen haben, wurden zahlreiche in den verschiedensten Kategorien ausgezeichnet. Aurel Dawidiuk (Orgel), Lyuta Kobayashi (Klarinette) und Anne Luisa Kramb (Violine) sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2022. Den Kompositionspreis des Deutschlandfunks erhielt Marc L. Vogler, der Kompositionspreis des Deutschen Musikrates ging an Taehyun Ha. Den Publikumspreis erhielt Lyuta Kobayashi. Darüber hinaus wurden 18 herausragende Solisten und Ensembles mit einem Stipendium ausgezeichnet, mit dem unter anderem die Vermittlung von Konzerten im Rahmen der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb verbunden ist. Glückwunsch.
Der 11. August war in Bonn aber nicht nur der Tag der Preisverleihung. Zeitgleich ist im örtlichen Beethoven-Haus eine Sonderausstellung eröffnet worden, die sich an die musikalisch etwas anderen Beethoven-Konsumenten richtet. Denn hinter „Beethoven – Opus 360“ verbirgt sich ein Virtual Reality-Spiel, bei dem der Besucher Teil eines Rap-Battles zwischen Beethoven und Rappern wird. Per VR-Brille kann man da Beethoven als Coach zur Seite stehen, indem man aktiv ins Geschehen eingreift und Beethoven mit Beats und Rap-Lines versorgt. Mit dem Spiel, so die Ausstellungsmacher, soll ein völlig neuer Zugang zum Werk und Leben Ludwig van Beethovens eröffnet werden. In Bonn läuft die Schau bis zum 18. September. Danach wandert sie nach Wien, ins Haus der Musik weiter (1. März bis 16. April 2023).

Guido Fischer



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