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N° 1297
18. - 24.03.2023

nächste Aktualisierung
am 25.03.2023



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Niemals geht man so ganz: Elisabeth Sobotka kehrt nach 17 Jahren zurück an die Berliner Staatsoper – dann als Intendantin © Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

Pasticcio

Comeback!

Nun ist es raus: Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ab dem 1. September 2024 eine neue künstlerische Chefin. Zu diesem Zeitpunkt hat Intendant Matthias Schulz seinen Sessel geräumt, um eine Spielzeit später die Oper Zürich zu übernehmen. In Berlin beerbt ihn nun also Elisabeth Sobotka, die gerade zur designierten Intendantin gewählt wurde. Und alle sind von dieser Personalie angetan. Auch Staatsopern-GMD Daniel Barenboim: „Ich kenne und schätze Elisabeth Sobotka seit vielen Jahren. […] Sie ist engagiert, kenntnisreich, begeisterungsfähig und äußerst vielseitig in ihrem künstlerischen Denken. Darüber hinaus schätze ich ihre kollegiale Art und ihren Führungsstil sehr. Sie brennt für die Oper und die Musik und ist als Intendantin ein Glücksfall für die Staatsoper.“ Aus diesen Worten lässt sich bereits herauslesen, was für eine enorme Wertschätzung Sobotka auch im Berliner Opernbetrieb genießt. Was kein Wunder ist. Denn die Staatsoper kennt sie und sie kennt das Haus. Immerhin war die gebürtige Österreicherin, die aktuell noch Intendantin der Bregenzer Festspiele ist, hier zwischen 2002 und 2007 Operndirektorin und damit eben auch mit Barenboim eng vernetzt.
Überhaupt gilt die Wienerin als eine der besten Opernhaus-Managerinnen. Zumal sie schon früh, nach dem Studium, an die ersten Häuser geholt wurde und sich damit das nötige Rüstzeug und Fingerspitzengefühl geholt hat, um solche anspruchsvollen Posten und Aufgaben zu stemmen. Nach ersten Schritten im Künstlerischen Betriebsbüro bei den Salzburger Festspielen folgte der Ruf an das Opernhaus Leipzig. Von da aus ging es an die Wiener Staatsoper. Und auf die ersten Berliner Jahre folgte eine fünfjährige Intendanz bei der Grazer Oper, die unter Elisabeth Sobotka und auch dank der vielbeachteten Inszenierungen von Stefan Herheim schnell international für Furore sorgte. Seit 2015 ist Sobotka bei den Bregenzer Festspielen federführend. Dort läuft ihr Vertrag noch bis 2024 – und damit bis zum nahtlosen Wechsel nach Berlin. Und was sagte die Neue jetzt überhaupt zu ihrer Wahl? „Es ist mir eine große Ehre, dieses großartige und traditionsreiche Haus übernehmen zu dürfen. Berlin ist die Stadt, in der ich leben und Oper machen möchte. Ich kenne und schätze die Möglichkeiten der Staatsoper Unter den Linden, und ich spüre eine inspirierende Mischung von Aufbruch und ‚nach Hause kommen‘.“

Reinhard Lemelle



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