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N° 1237
22. - 28.01.2022

nächste Aktualisierung
am 29.01.2022



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Hier macht sich Klassik passgenau, nicht klein: Das „Tiny Music House“ der Dortmunder Philharmoniker © teaterdo.de

Pasticcio

Nachwuchspflege

In Dortmund wird bekanntlich die Fußballkultur (Stichwort: BVB) und die Bierbraukunst (Stichwort: Export) groß geschrieben. In der Ruhrpott-Metropole ist aber auch auf dem Gebiet der klassischen Musik das Angebot beachtlich bis vorbildlich. Dafür steht das Konzerthaus genauso wie etwa das Klangvokal-Festival. Und für die Förderung des Nachwuchses lässt man sich hier schon lange viel einfallen. Da gibt es das Orchesterzentrum, das die zukünftigen Orchestermusiker ausbildet. Und für die unteren Jahrgangsstufen hatte sich das Konzerthaus bereits vor vielen Jahren ein Projekt ausgedacht, bei dem namhafte Solisten wie Martin Stadtfeld in die Schulen gehen und alle jene mit Bach & Co. begeistern, die mit dieser Art von Musik noch nicht so in Berührung gekommen waren. Die neueste Initiative, mit der nun Grundschüler an die Musik herangebracht werden sollen, hört auf den Namen „Tiny Music House“. Und dieses von den Dortmunder Philharmonikern ins Leben gerufene Programm hat nun auch von offizieller Seite seinen preiswürdigen Segen bekommen. Der von der Deutschen Orchester-Stiftung vergebene und mit 25.000 Euro dotierte „Preis Innovation“ geht 2021 an das „Tiny Music House“.
Dahinter verbirgt sich eine mobile Bühne auf Rädern, die durch die Grundschulen der Stadt tourt und Musik kreativ direkt vor Ort, auf den Schulhöfen vermittelt. Ziel ist es, so die Eigenbeschreibung, allen Grundschülern eine frühzeitige Begegnung mit den Dortmunder Philharmonikern zu ermöglichen. Und wie macht man das nun? Die Antwort dazu liefert der Juryvorsitzende aus dem Kreis der Deutschen Orchester-Stiftung, Louwrens Langevoort: „Zusätzlich zu der aufklappbaren Bühne, auf der Orchestermusiker Open-Air-Konzerte spielen können, beherbergt das ‚Tiny Music House‘ einen Workshopraum und bietet die Möglichkeit Podcasts, Hörspiele oder auch Kurzfilme zu produzieren.“
So glücklich man in Dortmund über dieses Preis ist, so freudig dürften aber auch die Mitglieder des Rundfunkchors Berlin auf die Nachricht reagiert haben, dass man den diesjährigen „Sonderpreis“ gewonnen hat. Mit neuen Formaten wie „Klangspaziergang mit dem Rundfunkchor Berlin“, „Auf ein Lied“ und den „Mitsingkonzerte Online“ hat man bisher erfolgreich den coronabedingten Veränderungen des Konzertwesen getrotzt. Und wie es aussieht, dürften diese Formate weiterhin gefragt bleiben…

Guido Fischer



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