home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

(c) Roger Mastroianni/The Cleveland Orchestra

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Her mit der Knete!

Auch wenn die Thüringer Bachwochen mittlerweile ein Eldorado für Barockfans aus dem In- und Ausland sind und damit die regionale Tourismuswirtschaft ankurbeln, hat auch hier Corona seine Spuren hinterlassen. So musste das Festival 2021 im wesentlich kleineren Rahmen stattfinden. Um nun wieder zur alten Magnetstärke zurückzufinden, hat die Landesregierung den Bachwochen eine Finanzspritze von 61.000 Euro zugesagt, mit der man 2022 und 2023 laut trommelnd das Festival bewerben soll. Übersetzt heißt das: pro Jahr gibt es 30.500 Euro mehr an Reklamemitteln. Besser als nichts, denkt man da – angesichts einer Nachricht aus den USA, wo die privatwirtschaftlich gesponsorten Orchester zum Glück mit ganz anderen Zahlen, Fördergeldern bzw. Spenden hantieren können. Wie etwa das Cleveland Orchestra, das gerade von der Jack, Joseph and Morton Mandel Foundation die Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar überwiesen bekommen hat. Was davon in den Werbeetat fließt, will man in Thüringen wahrscheinlich gar nicht erst wissen.

Guido Fischer, 23.10.2021, RONDO Ausgabe 5 / 2021



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Testgelände

Ludwig van Beethoven

Ausgepackt!

Auch wenn im Dezember erst „nur“ der 249. Geburtstag ins Haus steht: Die Musikbranche läuft […]
zum Artikel

Musikstadt

Würzburg

Mozarts Musik, barocke Architektur und (Lebens)Kunst – dies ist der unverwechselbare Dreiklang […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top