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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

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am 02.07.2022



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(c) Leo Seidel

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Sopranistin der Moderne

Die Opernwelt und insbesondere auch die Berliner unter ihnen trauern. Denn mit Karan Armstrong ist nicht nur einer der bedeutendsten Sopranistinnen der Gegenwart im Alter von 79 Jahren gerade verstorben. Die gebürtige Amerikanerin, die noch von Lotte Lehmann ausgebildet wurde, gehörte über Jahrzehnte zu den Aushängeschildern der Deutschen Oper Berlin. Über 400 Mal stand sie hier in 24 Opern auf der Bühne. Wobei sie aus der Sicht des Opernhauses „die ideale Künstlerin für das Regietheater ihres Mannes“ Götz Friedrich war. Kennengelernt hatte man sich Ende der 1970er Jahre im Rahmen einer Stuttgarter „Salome“. Und als Friedrich Intendant in Berlin wurde, setzte Armstrong hier ihre Weltkarriere auch in Opern des 20. Jahrhunderts fort. Nachdem Friedrich 2000 verstorben war, verabschiedete sich Karan Armstrong ein Jahr später von dem Haus als Marschallin im „Rosenkavalier“. 2016 konnten ihre Berliner Fans sie immerhin noch einmal auf der (Theater-)Bühne erleben – in Ronald Harwoods Komödie „Quartetto“ als pensionierte Primadonna.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 5 / 2021



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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