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(c) Pixabay
Vor 450 Jahren wurde Michael Praetorius geboren. An seinem 50. Geburtstag und damit vor 400 Jahren ist er verstorben. Dieser aus Thüringen stammende Komponist, der für seine unzähligen geistlichen Werke sowie seine Tanzsammlung „Terpsichore“ schon zu Lebzeiten allseits bewundert wurde. Zu den Wirkungsstätten des deutschen Renaissance-Fürsten zählte auch das im Harz gelegene Halberstadt, wo Praetorius im Dienste des örtlichen Bischofs Heinrich Julius stand. Und dieser sollte für die Martinikirche eine Orgel in Auftrag geben, die schon bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1596 als „Wunderwerk“ des Orgelbaus galt. Sicherlich war auch Praetorius an der Konzeption der Orgel beteiligt, von der lediglich der prächtige Prospekt überlebt hat. Anlässlich des 450. Geburtstags bzw. 400. Todestags von Praetorius dreht sich nun der 7. Halberstädter Orgeltag ein Wochenende lang um sein Orgelschaffen (11. und 12. September; www.orgelstadt-halberstadt.de).
Im Dom sowie in der Martinikirche finden dazu Konzerte und Lesungen statt. Und natürlich schaut man auch einmal in der St.-Burchardi-Kirche vorbei. Dort, wo seit dem 5. September 2001 das allerlängste Musikstück der Welt zu hören ist. Es stammt von John Cage und trägt die Spielanweisung gleich im Titel: „Organ2 / ASLSP“. „As slow as possible“ (So langsam wie möglich) soll dieses Orgelwerk gespielt werden. Und da bei der Halberstädter Version ein einziger Ton schon mal durchgehend drei Jahre erklingt, bis ein neuer angeschlagen wird, dauert diese meditativ-minimalistische Klangreise bis ins Jahr 2640. So ist das zumindest angedacht. Denn ob das Mammutkonzert tatsächlich noch die nächsten Jahrhunderte durchhalten wird, liegt – wie könnte es anders sein – an den Finanzen. Um 60.000 Euro kostet dieses Projekt Jahr für Jahr. Und in den ersten 20 Jahren konnte man noch ausreichend Spendenwillige für diese international beachtete Aufführung begeistern. Doch jetzt sind die Rücklagen fast bis auf Null zusammengeschmolzen. Aber vielleicht finden sich ja schon beim Halberstädter Orgeltag finanzstarke Cage-Fans- und Pilger ein. Der nächste Klangwechsel ist übrigens für den 5. Februar 2022 angesetzt.
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