home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Startseite · Klang · Testgelände

Volt & Vinyl

Víkingur Ólafsson

Klangspiegelungen

Er sieht aus wie ein cooler Nerd. Doch der aus Island stammende Pianist Víkingur Ólafsson kann seinen Flügel nicht nur extrem empfindsam vibrieren lassen. Selbst die motorisch ablaufenden Muster der amerikanischen Minimal Music hat er mit enormem Gespür auch für das lyrische Potenzial dieser Soundwelten umgesetzt. Dass Víkingur (in Island spricht man sich nur per Vornamen an) auch ein feines Händchen für die French Connection besitzt, hat er kürzlich mit seinem Rameau-&-Debussy-Album beeindruckend bewiesen. Teile dieses Programms finden sich auch auf dem Doppelalbum „Reflections“. Zu hören sind da musikalische Re-Kreationen der Originale, die unter anderem der isländische Liedermacher Helgi Jónsson sowie das Post-Rock-Ensemble Balmorhea auf Einladung von Víkingur beigesteuert haben. Der aber vielleicht eigentliche Höhepunkt ist seine bislang unveröffentlichte Aufnahme von Claude Debussys „Pour le piano“.

Víkingur Ólafsson: „Reflections“, 2 LPs

DG/Universal

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Guido Fischer, 03.04.2021, RONDO Ausgabe 2 / 2021



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Boulevard

Wenn „Salut Salon“ Weihnachten feiert …

Ein Schuss Jazz, eine Prise Film, ein Löffel Leichtigkeit: Bunte Klassik

Wenn „Mr Sandmann“ „Liebster Schneemann“ heißt, wenn ein Weihnachtslied ohne die typischen […]
zum Artikel

Pasticcio

Lorin Maazel - ein Garant für Qualität

„Habemus Opapam“ – mit dieser Überschrift kommentierte Anfang 2010 eine überregionale […]
zum Artikel

Pasticcio

Flagge zeigen!

Erst im Mai sorgte Ungarn wieder für Schlagzeilen in den Abendnachrichten. In Budapest hatten sich […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top