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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

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am 02.07.2022



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Steve Reich

Minimal-Music-Manifest

Natürlich hatten bereits vor Steve Reich amerikanische Komponistenkollegen ausführlich mit der kinetischen Kraft von rhythmischen Zellen experimentiert. Doch mit Reich erhielt die Minimal Music ungeahnte Schubkräfte. Besonders seine intensive Beschäftigung mit der balinesischen Gamelan-Musik, die er Mitte der 1970er-Jahre in Seattle und Berkeley kennengelernt hatte, inspirierte ihn zu Werken, die heute auch Pop- und Rockmusikern kultisch verehren. Zu ihnen gehört der aus Michigan stammende Multi-Instrumentalist Erik Hall, der jetzt Reichs 1976 komponierte „Music for 18 Musicians“ im Alleingang und in fleißiger Heimarbeit auf Klavier, elektrischer Gitarre und einem Moog-Synthesizer eingespielt hat. Mit seiner Fassung, die einen mit seinem unablässigen, raffiniert in sich verschachtelten Flow sowie all den prismatischen Klangfarben sofort gefangen nimmt, wollte Hall dem vor vielen Jahrzehnten von Reich eingespielten Original ziemlich nahegekommen. Es ist ihm mehr als gelungen.

Steve Reich

Music for 18 Musicians

Erik Hall

Western/Cargo

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 3 / 2020



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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