home

N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

So viel zur Zukunft: Das Bundesjugendorchester © Bundesjugendorchester

Pasticcio

Glückwunsch – und weiter so!

An prominenten Förderern mangelt es dem in Bonn ansässigen Bundesjugendorchester nun wirklich nicht. So sitzen im Kuratorium des bereits 1969 ins Leben gerufenen Orchesters nicht nur Klassik-Stars wie Sabine Meyer und Christian Tetzlaff, sondern auch Pop-Größe Gordon Matthew Sumner, besser bekannt unter dem Künstlernamen „Sting“. Ende 2015 konnte man mit Sir Simon Rattle zudem eine weitere schwergewichtige Musikerstimme im Kuratorium begrüßen. Mit diesem Schritt machte er deutlich, dass er die Zukunft eines der weltweit bedeutendsten Jugendorchester auch über seine Amtszeit bei den Berliner Philharmonikern hinaus mitgestalten will. „Dieses Ensemble ist zu bedeutend, um zu riskieren es zu verlieren“, so Rattle über den Stellenwert des BJO, dessen Patenschaft 2013 übrigens die Berliner Philharmoniker übernommen hatten.
Bevor nun im kommenden April die beiden Orchester, also die Profimusiker von morgen und von heute beim Musikfest 2020 in Baden-Baden unter der Leitung von Kirill Petrenko nebeneinandersitzen und gemeinsam musizieren werden, steht für das Bundesjugendorchester mit seinen 14- bis 19-jährigen Musikern noch ein etwas anderer, wenngleich nicht weniger bedeutender Termin an. Im Rahmen seines Konzerts am 12. Januar 2020 in Bonn bekommt das Orchester vom Deutschen Musikverleger-Verband (DMV) den (undotierten) Preis für das „Beste Konzertprogramm“ verliehen. „Die vielfältigen Projekte des Bundesjugendorchesters spiegeln mit der Repertoireauswahl inspirierend die Leitidee des Orchesters wider: mitreißende Energie und beachtliche Professionalität verbinden sich zu einem einzigartigen Klang!“, so DMV-Vize-Präsident Clemens Scheuch zur Jury-Begründung. „Die Projekte der Spielzeit 2019/20 sind beispielhaft für die programmatische Arbeit des Bundesjugendorchesters, das sein Repertoire stets erweitert und – in besondere Kontexte gebettet – die Kompositionen in ihrer musik- und gesellschaftsgeschichtlichen Relevanz erfahrbar machen.“ Das Alte mit dem Neuen, das Aufwühlende mit dem Mitreißenden wird daher exemplarisch auch bei jenem Programm kombiniert, das Lothar Zagrosek in Bonn dirigiert und das daran anschließend auch in u.a. Koblenz, Verona und Maribor zu hören sein wird. Den Rahmen bildet Jahresjubilar Beethoven mit der „Fidelio“-Ouvertüre sowie mit seiner Fünften. Den zeitgenössischen Schwerpunkt setzen hingegen das sinfonische „Tenebrae“ von Klaus Huber sowie das Auftragswerk „Rush“ für großes Orchester, verstärktes Ensemble und Elektronik des Kölner Komponisten Sergej Maingardt.

Guido Fischer



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Café Imperial

Unser Stammgast im Wiener Musiker-Wohnzimmer

Die Aufführungsflut zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein wurde von Kritikern bestöhnt, […]
zum Artikel

Pasticcio

Der Kampf geht weiter

Es war eine beispiellose Solidaritätsbekundung, mit der sich Ende 2013 über 300 namhafte […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


Abo

Top