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Gut angelegt!

Die schottische Star-Percussionistin Evelyn Glennie ist nahezu gehörlos. Daher spielt sie meist barfuss, um die Musik vorrangig über die Vibrationen wahrzunehmen. Auf diesem Wege sollen aber sofort auch hörbehinderte Menschen die Möglichkeit bekommen, ein Konzert zumindest als physio-akustisches Erlebnis genießen zu können. Der Schlüssel dazu soll ein „Sound Shirt“ sein, das die Londoner Firma Cute Circuit entwickelt hat. Dahinter verbirgt sich eine Hightech-Klangjacke, in die u.a. diverse Mikrofone und LED-Leuchten „vernäht“ sind. Sie fangen die gespielte Musik ein, eine spezielle Software wandelt die Klänge direkt in Vibrationen und Lichtmuster um, die der Träger mit den verbliebenen Sinnen wahrnehmen kann. Und das Tolle an dem „Sound Shirt“ ist: Es hat den ersten Praxistest bereits erfolgreich bestanden. So haben die Jungen Symphoniker Hamburg die Jacke entsprechenden Testpersonen bei einer Aufführung von Tschaikowskis „Nussknacker“ angelegt – diese waren danach begeistert.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 2 / 2018



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