home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

(c) Cute Circuit

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Gut angelegt!

Die schottische Star-Percussionistin Evelyn Glennie ist nahezu gehörlos. Daher spielt sie meist barfuss, um die Musik vorrangig über die Vibrationen wahrzunehmen. Auf diesem Wege sollen aber sofort auch hörbehinderte Menschen die Möglichkeit bekommen, ein Konzert zumindest als physio-akustisches Erlebnis genießen zu können. Der Schlüssel dazu soll ein „Sound Shirt“ sein, das die Londoner Firma Cute Circuit entwickelt hat. Dahinter verbirgt sich eine Hightech-Klangjacke, in die u.a. diverse Mikrofone und LED-Leuchten „vernäht“ sind. Sie fangen die gespielte Musik ein, eine spezielle Software wandelt die Klänge direkt in Vibrationen und Lichtmuster um, die der Träger mit den verbliebenen Sinnen wahrnehmen kann. Und das Tolle an dem „Sound Shirt“ ist: Es hat den ersten Praxistest bereits erfolgreich bestanden. So haben die Jungen Symphoniker Hamburg die Jacke entsprechenden Testpersonen bei einer Aufführung von Tschaikowskis „Nussknacker“ angelegt – diese waren danach begeistert.

Guido Fischer, 31.03.2018, RONDO Ausgabe 2 / 2018



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Pasticcio

Vom OP- in den Konzertsaal

Dass Musik keine heilende, dafür aber immerhin lindernde Kräfte besitzt, ist inzwischen von […]
zum Artikel

Pasticcio

Grande Dame

An Komponisten, die tiefe Gläubigkeit mit einem musikalisch radikalen Fortschrittsglauben […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top