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Mozart und Lachenmann, Schumann und Stockhausen – so sah im Groben der musikalische Radius aus, in dem sich Eduard Brunner Zeit seines facettenreichen Lebens stets bewegt hat. Denn der gebürtige Baseler war nicht einfach ein Ausnahmeklarinettist. Brunner gehörte zu jener raren Spezies an Spitzen-Interpreten, die von der Musik einfach nicht genug haben können. Daher musste er auch stets – neben seiner Haupttätigkeit als Solo-Klarinettist beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks – seine Fühler nach neuen musikalischen Abenteuern ausstrecken. Brunner spielte Kammermusik mit Alfred Brendel und Heinz Holliger. Sämtliche Konzertklassiker hat er auch auf CD eingespielt. Und selbst das zeitgenössische Repertoire wäre ohne Brunner um viele Klassiker ärmer. So komponierten Cristóbal Halffter, Krzysztof Meyer, Toshio Hosokawa und nicht zuletzt Helmut Lachenmann Werke für ihn. Nun ist Eduard Brunner im Alter von 77 Jahren verstorben. Sein Klang aber bleibt allgegenwärtig.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 3 / 2017



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