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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

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am 02.07.2022



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(c) Hofer

Schluchzend, juchzend: Leo Falls „Rose von Stambul“

Bad Ischl (A)

Eigentlich wollten wir hier Richard Strauss’ Spätwerk „Die Liebe der Danae“ bei den Salzburger Festspielen besprechen (siehe auch „Fanfare“). Da die muslimifizierende Inszenierung von Alvis Hermanis allzu öd, die sonst tolle Krassimira Stoyanova allzu textblind singt und auch der (andernorts gelobte) Franz Welser- Möst den Ton dieser „Heiteren Mythologie“ viel zu schwer nimmt, ziehen wir lieber ein türkisches Haus weiter. Wir landen, noch immer im Salzkammergut, bei der „Rose von Stambul“ von Leo Fall. In Bad Ischl. Hier passen dieselben byzantinischen Muster und Rosettenfenster auch viel besser zum Sujet.
Schon bei der Uraufführung 1916 wurde das Bild einer sich europäisierenden Türkei politisch beanstandet (Erdoğan, ick hör dir trappsen!). Das Eheanbahnungs-Verwechslungsspiel um einen Türken, der seine westlichen Ideale unter Pseudonym veröffentlicht, hat man bald durchschaut. Damals im Theater an der Wien dürfte man noch richtige Voll-Komiker zur Verfügung gehabt haben (darunter Hubert Marischka und Louise Kartousch). Tut nichts: Auch im schmalen Kongress & TheaterHaus von Bad Ischl, dem alten Kurhaus, flutscht das mit Maya Boog als Kondja Gül (alternierend mit Sieglinde Feldhofer) und mit dem schluchzenden, juchzenden Peitschenknall- Tenor von Alexandru Badea (Achmed Bey) wehrhaft über die Rampe.
Das Ischler „Lehár-Festival“, 1961 gegründet in Sichtweite der Villa des namensgebenden Komponisten, ist alljährlich feste Bank im Festspielsommer von Oberösterreich. Sowie: ideales Ziel für Salzburg-Flüchtlinge. In den letzten Jahren wurde es (wie so viele Festivals in Österreich) fast kaputtgespart, so dass man sich kein Bühnenbild mehr leisten kann – sondern nurmehr maurische Küchenmuster-Projektionen und wallende Tücher. Intendant Michael Lakner hat die Flucht nach vorn ergriffen und amtiert ab nächstem Jahr lieber in Baden bei Wien. Seine Repertoire-Politik aber, auf Ausgrabungen erpicht, beschert uns mit der „Rose von Stambul“ ein vergessenes Hauptwerk der silbernen Operette. Der stoisch beklatschten „Danae“ von Salzburg sind Stück und Aufführung in Bad Ischl in fast jeder Hinsicht überlegen.

Robert Fraunholzer, RONDO Ausgabe 4 / 2016



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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