home

N° 1265
06. - 12.08.2022

nächste Aktualisierung
am 13.08.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

Volles Haus: Symphonic Mob Berlin 2015 (c) Christoph Hengelhaupt/dso-berlin.de

Pasticcio

Hauptsache Ihr habt Spaß!

Laut Duden ist ein Flashmob eine „kurze, überraschende öffentliche Aktion einer größeren Menschenmenge, die sich anonym, per moderner Telekommunikation dazu verabredet hat.“ So weit die nüchterne Definition eines Phänomens, das schon merkwürdige Blüten getrieben hat. So gab es in Berlin etwa einen „Burger“-Flashmob, zu dem sich 700 Personen verabredet hatten, um bei einer Fastfood-Kette eine einzige riesige Bestellung von 10.300 Burgern aufzugeben. Oder in Speyer wurde ein „Zumba-Dirndl-Lederhosen-Flash-Mob“ organisiert, bei dem das Publikum in entsprechender Tracht zu erscheinen hatte. Etwas seriöser geht’s dagegen bald an insgesamt fünf Orten beim „Symphonic Mob“ zu. Jeder, der gerne sein Instrument mit großer Begeisterung spielt und schon mal mit einem Top-Orchester musizieren wollte, bekommt dafür jetzt die Gelegenheit! In Berlin, Bremen, Köln, Rostock und Frankfurt an der Oder treffen sich dann an öffentlichen Plätzen die Profimusiker mit den Laienmusikern und lassen den falschen Ton schon mal falschen Ton sein. Mit dabei sind immerhin die Bremer Philharmoniker (25.6.), das Gürzenich-Orchester Köln (9.7.), die junge norddeutsche philharmonie (Rostock) sowie das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt / Oder (18.9.). Und den Startschuss gibt nach den erfolgreichen „Symphonic Mob“-Konzerten in 2014 und 2015 auch in diesem Jahr wieder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.
Am 16.5. können sich alle Musiker jeden Alters am Leipziger Platz treffen, um tatsächlich unter der Leitung von Stardirigent Kent Nagano Werke von Bizet, Verdi und Wagner zu spielen. Die entsprechenden Noten kann man sich natürlich schon vorab auf der Website www.symphonic-mob.de runterladen. Und wer sich traut, bekommt neben der unbezahlbaren Erfahrung vor Ort auch ein exklusives „Symphonic Mob“-T-Shirt geschenkt.

Guido Fischer



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Boulevard

Hören lernen mit Klaviermusik für Kinder

Ein Schuss Jazz, eine Prise Film, ein Löffel Leichtigkeit: Bunte Klassik

Die Pianistin Corinna Simon hat sich für ihr neues Projekt ausdrücklich auf die Suche nach […]
zum Artikel

Da Capo

Dresden, Semperoper: Beethovens „Fidelio“

„Sprecht leise! Haltet euch zurück! / Wir sind belauscht mit Ohr und Blick,“ heißt es in […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Benedetto Boccuzzi wurde 1990 in New York City geboren und ist ein Pianist, Improvisator und Komponist. Auf seinem neuen Album „Im Wald“ stellt er Werke der Romantiker Robert Schumann und Franz Schubert den Zeitgenossen Jörg Widmann, Wolfgang Rihm und Helmut Lachenmann gegenüber. Dadurch entsteht ein ästhetischer Dialog zwischen den Generationen, der eine erweiterte Realität abbildet. In dem zweiteiligen Programm wird der Hörer dazu eingeladen, einen imaginären Zauberwald zu […] mehr


Abo

Top