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Mozart im BKA-Computer

Die Diskussion um Mozarts Äußeres wird vermutlich nie zu Ende gehen. Denn auch nach den jüngsten Expertisen zur Echtheit des in Berlin wieder entdeckten „letzten“ Mozart-Porträts (RONDO 4/2005) steht der Betrachter ratlos vor den vielen unterschiedlichen Darstellungen des Salzburger Meisters. Ist hier wirklich ein und dieselbe Person abgebildet? Man mag es kaum glauben. „Es ist, als habe sich Mozarts physische Gestalt der Darstellung entziehen wollen: eine symbolische Warnung an alle seine Deuter und damit an alle Interpreten des Genies ,als Mensch‘“, so der Mozart-Biograf Wolfgang Hildesheimer. Und darum sei an dieser Stelle an einen weiteren Versuch erinnert, die Physiognomie Mozarts fassen zu wollen: 1991 erstellte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden aus vier historischen Abbildungen ein Phantombild des Komponisten, auf dem zwar deutlich die Anomalie des linken Auges zu erkennen ist, das aber ansonsten mit keinem der überlieferten Porträts eine größere Ähnlichkeit besitzt.

Markus Kettner, 14.02.2015, RONDO Ausgabe 5 / 2005



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