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N° 1223
16. - 22.10.2021

nächste Aktualisierung
am 23.10.2021



Startseite · Klang · Boulevard

Boulevard

Ein Schuss Jazz, eine Prise Film, ein Löffel Leichtigkeit: Bunte Klassik

Duftnoten

Wie riecht der perfekte Duft? Und wie klingt die richtige Musik dazu? Lange bevor der Plan, Patrick Süskinds historischen Roman „Das Parfum“ zu verfilmen, Realität wurde, beschäftigte sich der Regisseur Tom Tykwer zusammen mit seinen Komponistenkollegen Johnny Klimek und Reinhold Heil mit der Frage, wie man duftende Musik zustande bringen könnte – die richtigen „Duftnoten“ im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ergebnis ist musikalisch so eindringlich, dass sich sogar Sir Simon Rattle für die Soundtrackpartitur interessierte – und sie mit den Berliner Philharmonikern einspielte.

Das Parfum

Berliner Philharmoniker, Simon Rattle

EMI

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Die Violine singt

Drum singe, wem Gesang gegeben – und man muss noch nicht mal die eigene Stimme ertönen lassen, um dem gerecht zu werden. Der Geiger Joshua Bell hat sich der vokalen Qualitäten seines Instruments besonnen und einen ganzen Strauß Kantables eingespielt – von Rachmaninows „Vocalise“ über Mozarts „Laudate Dominum“ bis hin zu Schuberts „Ave Maria“. Als Gast wirkt Anna Netrebko (natürlich mit echtem Sopran) mit. Sie lässt das Programm mit dem Strauss- Orchesterlied „Morgen“ ausklingen.

The Voice Of The Violin

Joshua Bell

Sony

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Ins Herz geschaut - und gehört

Paul McCartney schrieb das Oratorium „Ecce Cor Meum“ („Siehe mein Herz“) im Auftrag des Magdalen College in Oxford, dessen Präsident sich für seinen Chor etwas „wie den ‚Messias‘ von Händel“ wünschte. Ob die Sache auch so gelungen ist, kann man jetzt nachprüfen: Das Werk, das am 22.9. seine Uraufführung erlebt, erscheint zeitgleich auf CD.

Paul McCartney

Ecce Cor Meum

EMI

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Ewige Klassiker

Vielleicht ist es ja ein Zeichen für künstlerische Unsterblichkeit berühmter Popbands, wenn man ihre Musik in viele Gewänder packen kann. Wenn das stimmt, haben es vier ganz sicher geschafft: Queen, Jethro Tull, The Rolling Stones und Pink Floyd. Der meisterhafte Arrangeur, dem es gelang, die Hits der Gruppen für eine Crossover CD in ein klassisches Gewand zu kleiden, war einst selbst Jethro-Tull-Mitglied – David Palmer, der hier seine Klangvisionen an den Pulten des Royal Philharmonic Orchestra und des London Symphony Orchestra auch gleich umsetzt. Die Klassik-Versionen der Rolling-Stones-Hits unterstützen verschiedene Gastmusiker wie Marianne Faithfull oder Mick Jagger höchstpersönlich.

The Royal Philharmonic Orchestra bzw. London Symphony Orchestra Plays Queen

Sony

Die Schweden-Connection

Wie heißen die erfolgreichsten schwedischen Komponisten? Natürlich Benny Andersson und Björn Ulvaeus – die beiden „Bs“ aus ABBA. Und wer ist die erfolgreichste schwedische Mezzosopranistin? Richtig: Anne Sofie von Otter. Jetzt haben sich diese beiden Größen des Musikgeschäfts aus dem Knäckebrotland zu einem Crossover-Projekt zusammengetan. Anne Sofie von Otter interpretiert in ganz unpoppigen Arrangements langsamere ABBA-Hits wie „The Winner Takes it All“ oder „When all is Said and Done“ und anderes aus der Werkstatt der erfolgreichen Schweden.

I Let the Music Speak

Anne Sofie von Otter

DG/Universal

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Oliver Buslau, RONDO Ausgabe 4 / 2006



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