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Antonio Rosetti

Vier Sinfonien

Litauisches Kammerorchester, Georg Mais

Arte Nova 74321 72123 2
(75 Min., 10/1999) 1 CD

Jeder ist nur so gut, wie er gemacht wird. Das ist nicht nur eine (Binsen-)Weisheit der Werbebranche, sondern gilt in gleichem Maße auch für die Musik. Antonio Rosetti (oder: Anton Rösler; eindeutig belegt ist der Taufname des 1750 Geborenen nicht) gehört zu den Komponisten der Klassik, die ihrer Wiederentdeckung noch harren - und das, obwohl der Autor der Erläuterungen im CD-Beiheft sich auf liebenswürdige Weise der Tradition bedient, den (natürlich!) zu Unrecht Verkannten "in einem Atemzug mit Haydn und Mozart" zu nennen. Das ist nett, trifft aber nicht die Sachlage.
Wohl bemüht sich das Litauische Kammerorchester aus Wilna unter der Leitung seines Dirigenten Georg Mais darum, die Musik in solider Manier aufzubereiten - doch wirkt diese grundsätzlich ziemlich berechenbar, normkonform und gelegentlich gar betulich. Und wo sich die Möglichkeit böte, Widerborstigkeiten (wie etwa gegen-metrische Akzente oder gegenläufige Bewegungen in den Unterstimmen) herauszuarbeiten, lässt er die Chancen ungenutzt. Rosetti, folgern wir, wird wohl erst dann wirklich wieder entdeckt werden, wenn sich interessantere Ensembles mit Sinn für die Lektüre zwischen den Zeilen an seine Reanimation heranwagen.

Susanne Benda, 10.08.2000



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Hm ... Was ist "betuliche" Musik? Was ist "berechenbare", "nonkonforme" Musik? Wenn ich das wüsste, könnte ich mit der Rezension etwas anfangen. Aber so ...? *kopfkratz*




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