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20. — 26. Mai 2017

„Licht“

Revolutionäre und Lichtgestalten stehen im Fokus der diesjährigen Ausgabe der Dresdner Musikfestspiele, die sich 2017 das Motto „Licht“ auf die Fahnen geschrieben haben. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Künstler, die im Verlauf der Musikgeschichte mit ihren Ideen und Visionen für kreativen Fortschritt und wichtige Impulse gesorgt haben oder das bis heute tun. Am 18. Mai startete man mit einem glamourösen Eröffnungskonzert in die 40. Saison: Anne-Sophie Mutter musizierte gemeinsam mit der Philharmonia Zürich und Fabio Luisi in der Dresdner Semperoper. Viereinhalb Wochen beleben nun über 1500 Künstler in 59 Veranstaltungen Dresden mit ihrer Kunst. Festivalleiter Jan Vogler setzt dabei auch in diesem Jahr auf Vielfalt: Neben Orchesterkonzerten und Kammermusikabenden haben auch Jazz, experimentelle Musikformen und Mitmach-Aktionen ihren Platz bei den Dresdner Musikfestspielen. Als musikalische Gäste werden Orchester und Solisten aus der ganzen Welt erwartet, u.a. das Orchester des Mariinski-Theaters mit Valery Gergiev und das London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski. RONDO gratuliert zum 40. Geburtstag!

Weitere Informationen, das genaue Programm und Tickets gibt es auf www.musikfestspiele.com.

(Dresdner Festspielorchester; Foto: Oliver Killig)


13. — 19. Mai 2017

Verirrt

Christian Spuck ist Direktor des Zürcher Balletts. Jetzt hat er – nach „Fausts Verdammnis“ von Berlioz 2014 – seine zweite Arbeit als Opernregisseur für die Deutsche Oper Berlin vorgelegt: Wagners „Fliegenden Holländer“. In Spucks Lesart wird die Geschichte um den rastlos umherirrenden Seemann und seine „Erlöserin“ Senta aus der Sicht von Sentas Verehrer Erik gezeigt. Er ist die ganze Zeit auf der dunklen, geisterhaften Bühne präsent, während das Publikum die Schreckensgeschichte als Eriks Alptraum durchlebt. Mit Ingela Brimberg als Senta, Samuel Youn als Holländer und Thomas Blondelle als Erik und anderen hat die Deutsche Oper mal wieder eine stimmstarke Besetzung engagiert. Donald Runnicles hat die musikalische Leitung.

Noch bis 10. Juni an der Deutschen Oper Berlin

(Fotos: Thomas Jauk/Deutsche Oper Berlin)


06. — 12. Mai 2017

Pianisssssimo

Seit dem 5. Mai steht im Ruhrgebiet alles im Zeichen des Klaviers. Bis 20. Juli kann man beim „Klavier-Festival Ruhr“ in der ganzen Region die spannendsten Pianisten unserer Zeit erleben. Zum Auftakt gab es Klavier im Doppelpack: Das Eröffnungskonzert am 5. Mai im Anneliese Brost Musikforum Ruhr bestritten Christina und Michelle Naughton gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern. Die Zwillinge boten ein vielfältiges Programm dar von Mozart über Chopin bis John Adams – und machten so schon mal die historische wie stilistische Bandbreite deutlich, der sich das Festival auch in diesem Jahr wieder widmen will. Schwerpunkt der aktuellen Festival-Ausgabe ist aber „The Americas“ – von New York City bis Mexiko City, Montreal oder Havanna. Begleitet wird das Festival von einem umfangreichen Education-Programm und viel Nachwuchsförderung: So können die Starpianisten von morgen beim „Klavier-Festival Ruhr“ schon mal den Stars von heute auf die Finger schauen, wie den Labèque-Schwestern, Pierre-Laurent Aimard oder Hélène Grimaud.

Weitere Infos und das ganze Konzertprogramm gibt es auf www.klavierfestival.de.

(Foto: www.christinaandmichellenaughton.com)


29. April — 05. Mai 2017

Stimmstark

Singen verbindet! In Hannover findet ab dem 29. April eine Chor-Woche in XXL-Ausmaßen statt. Während der „A-cappella-Woche“, die dieses Jahr zum 17. Mal stattfindet, geht es – wie der Name andeutet – um den reinen Gesang, ganz ohne Begleitung. Ob kleines Vokalensemble oder riesiger Chor: Die musikalische Gästeliste ist vielfältig. Insgesamt 15 Ensembles mit etwa 200 Sängerinnen und Sängern aus sieben Ländern treten auf und vermitteln dabei auch die stilistische Bandbreite des Gesangs in unserer Zeit: von Renaissance und Barock bis Jazz und Rap. Am 2. Festivalwochenende gibt es mit der „A-cappella-Nacht“ (5.5.) eins der Highlights der diesjährigen Festivalausgabe. Den Anfang aber macht am 29.4. das Ensemble „Perpetuum Jazzile“ (oben im Foto) im Theater am Aegi. In den nächsten Tagen dieser stimmgewaltigen Woche sind dann u.a. die „Banchieri Singers“, „New Voices“, das „Stimmorchester Hannover“ und die Body-Percussion-Gruppe „Rhythm4“ zu hören.

Das ausführliche Festivalprogramm gibt es auf www.acappellawoche.com.


22. — 28. April 2017

Doppelpack

Eigentlich sind sie ja zu dritt: Giacomo Puccinis Einakter „Il tabarro“ („Der Mantel“), „Suor Angelica“ und „Gianni Schicchi“, drei sozialkritische Miniaturopern über Lieben und Sterben, Eifersucht und Testaments-Streitigkeiten. Gewürzt hat der italienische Komponist diese mit einer guten Prise Slapstick und Situationskomik, aber auch mit viel Sentimentalität (vor allem den mittleren Opernakt „Suor Angelica“, der jetzt in Bremen ausgespart wurde). Regisseur Martin G. Berger hat bei seinem Regie-Debüt am Theater Bremen aus den beiden verbliebenen Einaktern eine Melange gemacht – und das vor allem mit Hilfe von medialen Hilfsmitteln: So wird die schwierige, durch das Trauma des Kindstodes gestörte Beziehung zwischen Giorgetta und Michele aus „Il tabarro“, die mit einem brutalen Mord endet, als Filmsequenzen gezeigt. Die Erbschleicherkomödie „Gianni Schicchi“ dagegen wurde umgemünzt in die Dreharbeiten dazu, in der die ganze Film-Crew aus der habgierigen Verwandtschaft des Verstorbenen besteht – und sich immer wieder in die Haare kriegt.
Hartmut Keil dirigiert die Bremer Philharmoniker in diesem kurzweiligen Kammerspiel.

Noch bis 29. Juni am Theater Bremen.

(Fotos: Jörg Landsberg/Theater Bremen)


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