Startseite · Klang · Magazin

Magazin

Schätze für den Plattenschrank

Kiloschwerer Tastenstar-Kanon

Da klagt die Klassikbranche über abstürzende Bilanzen. Und dennoch wagt man immer wieder die editorische Mount-Everest-Besteigung. Wie im Fall einer Box, die es auf satte 50 CDs bringt. »Piano Masterworks« lautet der Titel, der auch ganz unbescheiden »The Great & Greatest Masterpianists« hätte heißen können. Denn wenn schon drei Klassiklabels (DG, Decca, Philips) die Archive nach ihren Klavierreferenzaufnahmen durchstöbern, muss zwangsläufig ein Who’s who der ersten Pianistengarde herauskommen. Da ist die junge Chopinstürmerin Martha Argerich wie die weise Mozartfürstin Clara Haskil zu hören. Da ist die deutsche Pianistenschule mit Backhaus und Kempff genauso exemplarisch abgedeckt wie die russische mit Gilels und Richter. Und dazwischen begegnet man den ehemals als Wunderknaben gehandelten, aber heute etwas in Vergessenheit geratenen Pianisten Zoltán Kocsis und Andrej Gawrilow. Nur einer hat es merkwürdigerweise nicht in das Klavierkompendium geschafft: Vladimir Horowitz.

Decca/Universal

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 5 / 2008



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Pasticcio

Ein Menschenfreund

Ab sofort steht Christoph Eschenbach in einer Reihe mit Mauricio Kagel, Anne-Sophie Mutter, […]
zum Artikel »

Testgelände

Ludwig XIV.

Le roi est mort – vive la musique!

Eine Ballettaufführung machte Ludwig XIV. zum Sonnenkönig. 300 Jahre nach seinem Tod ist nicht […]
zum Artikel »




Top