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Verdi-Schätze aus dem Met-Archiv

Die Radio-Übertragungen aus der New Yorker Metropolitan Opera gehörten seit den frühen 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für alle amerikanischen Opernfreunde zum Samstagnachmittag wie heutzutage bei uns für viele Fußballfans die Sportschau. Jede Woche gab es eine Aufführung live zu hören, für die meisten war das die einzige Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zu frönen, denn die USA sind bekanntlich sehr groß und die Zahl der Opernhäuser sehr klein. Und selbst wenn man eines in erreichbarer Nähe hatte, konnte man sich die Eintrittspreise womöglich nicht leisten, von Schallplattenaufnahmen ganz zu schweigen.
Aus diesem üppigen Füllhorn von Mitschnitten bietet Sony zum Ausklang des Jubiläumsjahres jetzt zehn populäre Verdi-Opern in hervorragend restaurierter Klangqualität für rund 50 Euro an. Von der legendären „Traviata“ mit Rosa Ponselle von 1935 (die Partitur war für diese Violetta keineswegs bindend, eher ein Vorschlag des Komponisten) bis zu einer saftigen „Aida“ aus dem Jahr 1967 mit Leontyne Price und Grace Bumbry reicht die Auswahl. Gerade jüngere Stimmenliebhaber sollten diese Gelegenheit nutzen, sich mit den Großen der Vergangenheit vertraut zu machen. Denn Zinka Milanov oder Elisabeth Rethberg sollte man ebenso gehört haben wie Lawrence Tibbett und Leonard Warren. Und auch Tenorfans kommen mit Jussi Björling, Richard Tucker und Carlo Bergonzi (jeweils in zwei Partien vertreten) auf ihre Kosten.

Verdi At The Met

Sony

Michael Blümke, RONDO Ausgabe 5 / 2013



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